Von Cara Schmeller, Finja Präger und Heidi Axmann
Nicht reden und doch kommunizieren?! Wie geht denn das? Musik hat viel mit Kommunikation zu tun und kann in manchen Situationen eine Botschaft besser vermitteln als so manches Wort. Ob zwischen den Musikern und Dirigenten oder zwischen Musikern und Publikum. Meistens hat ein Lied ein bestimmtes Thema, das durch die Melodie gut herübergebracht wird. Oft spielt der Text im Lied auch noch eine wichtige Rolle für das Verständnis.
Passend dazu haben wir mal geschaut, was ihr unter bestimmten Melodien und Liedern versteht, auch wenn ihr nicht wisst, was der Text bedeutet.
Verstehen ohne zu Verstehen?!
Beim Eurovision-Songcontest treten Sänger aus ganz Europa auf und vertreten ihr Land mit einem Song. Meistens ist der Song in der eigenen Landessprache verfasst, sodass man oft nur anhand Melodie und Performance den Song bewerten kann.
Wir haben euch diese Lieder gezeigt und gefragt, was ihr denkt, dass der Song ausdrückt. Ihr könnt euch die Playlist gerne anhören und selbst mitraten.
Volevo essere un duro: Ich wollte ein harter Kerl sein
Jule: Der Sänger drückt aus, dass er eine Person vermisst. Das Lied wirkt nachdenklich und traurig.
Burkhard Schulz: Ich finde das Lied sehr entspannend. Also es passt zum Einschlafen. Wahrscheinlich wie in fast jedem Lied geht es um Liebe.
Lucio Corsi singt davon, dass er sich so akzeptiert wie er ist, verletzlich und mit Ängsten und Schwächen.

Bara Bada Bastu: Einfach in die Sauna gehen
Frau Schätzlein, Frau Schwebach, Frau Pfister : Also der treibende Rhythmus fällt auf jeden Fall auf. Es wirkt, als würde der Sänger sagen: „Du nervst mich!“ oder auch „Du bist schuld!“. Es klingt wütend und genervt.
Gunnar Leuner: Die Emotionen des Liedes sind Lebenslust, tanzen, irgendwie am Strand und dann eher weite gerade Steppe und Tundra. Es stellt das Lebensgefühl einer Grasweide dar. Wahrscheinlich ist das Thema, dass sich zwei Leute kennenlernen.
Die finnlandschwedische Gruppe KAJ singt über die Freuden des Saunierens.
Maman: Mama
Milena: Es klingt wie ein Trauerlied, also sehr traurig. Aber an der einen Stelle wirkt der Song wütend.
Carolin Fischer: Die ersten 10 Sekunden sind extrem traurig und generell depressiv. Es klingt nach Hoffnungslosigkeit und macht mir Gänsehaut.
Louane singt über die Erfahrungen mit Verlust und Erinnerungen an ihre verstorbene Mutter.

Ich komme: Ich komme
Dennis Sakk: Es wirkt aggressiv. Als Thema könnte ich mir „Kritik an Amerika“ vorstellen. Es ist folksmäßig und ein Protestsong. Am Anfang erinnert es mich an ein „Anime“ – Intro.
Nils Klinke: Es ist energetisch und man bekommt richtig Lust mitzusingen. Es ist auf keinen Fall ein trauriges Lied.
Erika Vikman singt über die Freude an der eigenen Sexualität und Selbstbestimmung über das eigene Lustempfinden

Lighter: Feuerzeug
Katharina Weikert: Jemand denkt über schwierige Zeiten nach und zieht daraus Kraft und Hoffnung. So nach der Art eines Kämpfers.
Marei Lehner: Es klingt melancholisch und hat eine gewisse emotionale Schwere. Trotz des zum Tanzen anregenden Rhythmus, bleibt man im Boden verwurzelt. Man drückt sich aus etwas Schwerem heraus.
Kyle Alessandro singt über das innere Licht, Hoffnung und Stärke in schwierigen Zeiten.

Tutta L`Italia: Ganz Italien
Frau Pfister, Frau Schätzlein, Frau Schwebach: Es erinnert mich an einen Campingplatz in Italien im Urlaub, mit Disco und Party. Das Lied drückt die pure Lebensfreude aus.
Tina Ziegler: Das Lied startet als Reise, dann ein Lebensweg. Zuerst recht entspannend, dann etwas nachdenklich und emotional.
Gabry Ponte singt eine musikalische Liebeserklärung an Italien und seine Menschen. Er erzählt von einer ausgelassenen Nacht voller Freundschaft, Genuss und italienischer Lebensart.

Bur man laimi: Überschütte mich mit Glück
Sara: Das Lied klingt nach Gemeinschaft und dass man zusammen stark ist. Weil es eine Frauenband ist, erinnert es mich auch an Frauenpower. Also einfach ein Lied mit starker Message.
Lena: Es erinnert mich an Naturharmonie, Gemeinschaft und Einheit.
Tautumeitas, die lettische Folk-Gruppe, singt über die Suche nach innerem Glück und der Stärke, Herausforderungen zu bewältigen, inspiriert durch die Natur und die lettische Kultur.

Esa Diva: Diese Diva
Elena und Lena: Das Lied spiegelt eine Erfolgsgeschichte wieder wegen des Crescendos am Anfang. Es klingt nach typischer spanischer Tanzmusik und sehr positiv.
Harry Hirsch: Es geht um Urlaub, Freiheit und Reiselust. Es klingt schon fröhlich.
Melody (bürgerlich Melodía Ruiz Gutiérrez) besingt die Facetten einer Diva und erkennt am Ende, dass sie selbst die Diva ist.

Milkshake Man: Milchshake Mann
Elena, Lena: Also man merkt, dass es ein Scherzlied ist. Es ist sehr glücklich und schnell. Das Hauptthema ist ja, dass einer Milkshakes verkauft, aber eigentlich ist es doppeldeutig auf sexueller Ebene.
Der Sänger Go-Jo singt von Milch als Muntermacher in verschiedenen Geschmacksrichtungen – geschüttelt nicht gerührt. Der Song enthält sexuelle Anspielungen.

Espresso Macchiato:
Anonym: Es klingt patriotisch. Also nach Zugehörigkeit. Es betont die weltweit bekannte Kultur und drückt einen Nationalstolz aus. Es wirkt sehr entspannt und fröhlich. Aber wir glauben es geht eher in eine rechte Richtung und ist relativ unseriös. Es erinnert uns an Bäckerei und Cafeteria. Nach 6 – 7 Mal „fuckt es ab“.
Matthias Hoffmann: Es klingt nach Après-Ski in einer Lounge Umgebung, nicht das ordinäre gegrölte „0815 Zillertal Ding“, sondern Lenzer Heide oder Flums. Irgendetwas, wo man unter sich ist mit Loungemöbeln, aber keine Stehtische. Das Thema ist glaube ich Winter Freizeit.
Tommy Cash karikiert den Lebensstil eines italienischen Restaurantbesitzers, der durch harte Arbeit reich wird.

Und was hat uns das jetzt gezeigt?
Auch ohne den Text zu verstehen, haben viele von euch die grobe Intention und Stimmung des Liedes schon richtig herausgehört. Bei manchen Liedern ist das zwar ein bisschen schwieriger, da es oft verschiedene Möglichkeiten zur Interpretation gibt. Das war ja auch zum Beispiel bei „Bara Bada Bastu“ so.
Natürlich gibt es auch viele Lieder ohne Text. Da wird man durch Worte dann nicht in seiner persönlichen Fantasie eingeschränkt und kann sich selbst seine eigene Meinung bilden. – Das haben auch wir gemacht.
Wenn einem die Worte fehlen…
Oft fehlen uns die Worte und wir wissen nicht, wie wir uns und unsere Gefühle ausdrücken sollen. Die Musik vermittelt genau da, wo wir nicht mehr weiterwissen. – Sie ist eine Sprache, die ohne Worte, sondern in Akkorden, Tönen und Melodien gesprochen wird.
Wir haben für euch eine Playlist mit Liedern für jede Lebenslage zusammengestellt – und das ohne Worte. Ihr findet natürlich auch eine Erklärung dazu, was für uns die Lieder ausdrücken.
Experience – Ludovico Einaudi, Daniel Hope
Die anfangs ruhige Melodie vermittelt Traurigkeit, Schmerz und in einer gewissen Weise auch Verlust. Durch die getragene, sich steigernde Melodie verspürt man sowohl Melancholie als auch eine emotionale Schwere.
Rechts abgebildet: Ludovico Einaudi, der Komponist, am Klavier

Comptine d‘un autre été, l‘après-midi – Yann Tiersen
Dieses Klavierstück drückt die Vergänglichkeit aus. Zeitgleich hat man die Gelegenheit in Erinnerungen zu schwelgen und Vergangenes zu reflektieren. Durch die ruhige Begleitung und sich immer wiederholende Melodie findet man Sicherheit und Rückhalt in der Musik. Im Lauf des Stückes steigern sich die Emotionen und die Intensität.

DIM – Nostalgic Edit – Yves
Als allererstes: Natürlich Nostalgie! Außerdem die Angst vor Veränderung und die Zurückhaltung dieser. Im Verlauf des Liedes spürt man außerdem, wie sich der Charakter von eher ruhig zu kräftigen Beats wandelt, die man als eine Art der Überwindung der Ängste interpretieren könnte. Das Ganze wiederholt sich dreimal. Das bedeutet für uns, dass man immer noch in seine Ängste zurückfallen kann, auch wenn man sie scheinbar überwunden hat.
Soul Bossa Nova – Quincy Jones
Das Lied strahlt nicht nur aufgrund des flotten Rhythmus einen total positiven Charakter aus, sondern auch durch die passende Zusammensetzung der Instrumente. Man spürt die Lebensfreude und Ausgelassenheit des Lebens. Man stellt sich einen perfekten Tag vor, vielleicht auch einen Urlaubstag, an dem man Spaß hat und auch mal einen Witz reißt.
Emotion – Find Me in Paris, Norbert Gilbert
Wie der Titel schon verrät, drückt dieser Song tiefe Gefühle aus. Das ist einerseits Traurigkeit, aber auch eine zurückblickende Nostalgie. Das Lied startet mit sanften Keyboardklängen und dann kommen zur Mitte des Songs Schlagzeug, Gitarre und „Oh“ Gesänge dazu. Zu diesen Klängen will man wieder in Erinnerungen schwelgen und möchte bei den „Oh´s“ am liebsten mitsingen.
After hours – i-genius
Durch die sich wiederholende und eintönige Musik haben wir an eine positive Anspannung und Nervosität gedacht. In unserem Kopf hatten wir die Idee eines Abenteuers und eine Straße im Regen bei Nacht. Doch auch wenn ihr konzentriert sein wollt, lenkt euch dieses Lied nicht ab, sondern schafft Fokus. Am Ende kommt es dann zu einem epischen, fast schon dramatischen Abschluss.

Jazz Suite No. 2: VI Waltz II – Dmitri Shostakovich, Royal Concertgebouw Orchestra, Riccardo Chailly
Gerade für uns Theaterleute drückt dieses Stück noch mehr Nostalgie aus als es im Allgemeinen schon tut, da wir es an unserer ersten Aufführung als musikalische Untermalung hatten. Doch nicht nur Nostalgie: Es fühlt sich an wie eine kindlich freudige, irgendwie auch entspannende Geschichte, die erzählt wird. Vom ruhigen Anfang steigert es sich durch die dazukommenden Instrumente immer mehr bis zu einer walzerartigen, erhabenen Melodie.
Friendships – Pascal Letoublon
Durch den fröhlichen Beat und die sich wiederholenden Einspieler der E-Gitarre bringt dieses Lied entspannte Vibes und eine chillige Atmosphäre herüber. Stellt euch einfach eine Strandbar vor, in der ihr mit euren Freunden abhängt und das Leben genießt.

The world is ahead – Howard Shore
Dieser Filmmusikklassiker aus dem Film „Der Hobbit“ vermittelt den Aspekt des Aufbruchs und der Reise, durch die sich neue Türen und Möglichkeiten öffnen. Das Lied startet mit dramatischen und stumpfen Akkorden und dann kommt auf einmal die fröhliche Melodie einer Flöte mit kräftigen Tonabfolgen dazu. Das Orchester wiederholt die Melodie der Flöte und steigert sich zu einem Marschrhythmus hin. Zwischendurch wird es wieder ruhiger und manchmal dramatischer. Es erzählt eine Geschichte durch die vielfältigen Rhythmen und Melodien.
The winner takes it all – Best Instrumental
“The winner takes it all” von der schwedischen Band ABBA ist quasi die Hymne für einen Heartbreak-Song. Das Stück (hier in der Instrumentalversion) drückt Herzschmerz, Verlust, Melancholie und ein kurzes Innehalten aus, aus dem man Hoffnung zieht. Es ist ein dramatisches, leicht melancholisches Stück mit einem trotzdem hoffnungsvollen Charakter.
A Midsummer Night‘s Dream: Wedding March – Felix Mendelssohn, Claus Peter Flor
Das Stück klingt durch seinen typischen Marschcharakter sehr majestätisch und herrschaftlich. Durch den charakteristischen Rhythmus wirkt das Gesamtbild eindrucksvoll und feierlich. Zu Beginn entsteht das Gefühl der Erwartung an etwas Großes. Die strahlenden Blechbläser und die kraftvollen Akkorde lösen Emotionen wie Freude, Stolz und auch Erhabenheit aus. Das Stück wirkt triumphal und kündigt einen bedeutenden, festlichen Moment an.

Unser „Call and Response“-Projekt:
Aber was hat es eigentlich mit „Ruf und Antwort“ auf sich?
Der Ruf ist eine kurze, oft improvisierte Phrase eines Musikers oder Vorsängers. Darauf folgt dann die Antwort, die das Rufmotiv wiederholt, variiert oder kommentiert.
So ähnlich haben wir das auch ausprobiert. Aber damit es einfacher ist, haben wir erstmal nur C-Dur verwendet und nicht verschiedene Akkorde.
Das sind wir nach unseren Aufnahmen:

Unsere Vorgehensweise:
Wir haben uns dazu entschieden schneller und rhythmischer zu spielen. Dann hat immer für zwei Takte das Klavier eine Frage gespielt und Saxophon oder Sopranflöte haben auch für zwei Takte geantwortet. Nach 24 Takten haben wir dann einen Abschluss gemacht.
Am Anfang ohne Absprache war es manchmal ein bisschen schief und schwierig, aber nach der Zeit und mit ein wenig Kommunikation klappte es ganz gut (wir sind ja keine Profimusiker). Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht!
Das war der Anfang:
Wir waren uns uneinig in der Tonart und jeder hat eine andere gespielt. Außerdem haben wir unterschiedliche Charakter gespielt und eher wenig aufeinander geachtet.
Nachdem wir die Tonart geklärt hatten (fürs Klavier C-Dur und fürs Saxofon A-Dur) spielte aber immer noch jeder ziemlich für sich. Jeder spielte seinen eigenen Rhythmus oder seine eigene Idee und ging nicht wirklich auf den anderen ein. Das wurde dann nach zwei, drei Versuchen aber immer besser. Hier zwei Fails, die nicht so gut gelungen sind:
Das waren zwei unserer Endprodukte, mit denen wir eigentlich zufrieden sind:
Wir hatten dann die blendende Idee noch weitere Instrumente einzubauen und bekamen tatkräftige Unterstützung von Kristin Paulics am Schlagzeug. Wir versuchten wieder ein Frage-Antwort Spiel zu machen und es funktionierte auch gut. Hört selbst:

Doch was sagen richtige Profimusiker und Dirigenten zu Musik als Sprache?
Interview mit Katharina Issing, Dirigentin des Musikvereins Thüngersheim
Wie findet Kommunikation während des Spielens zwischen Orchester und Dirigent statt?
Wenn Musik eine Sprache ist, wer ist dann der Sprecher – Komponist oder Dirigent?
„Während des Spielens kommunizieren wir fast immer nonverbal. Meine Gestik, Mimik, Atmung und Körperspannung geben dabei Tempo, Dynamik, Charakter und auch Einsätze vor. Gleichzeitig höre ich ständig zu und reagiere auf das, was aus dem Orchester zurückkommt.“
„Der Komponist ist der Autor der Sprache, er schreibt den Text. Als Dirigentin sehe ich mich als Sprecher oder vielleicht besser als der Erzähler, der diesen Text interpretiert und mit Leben fühlt. Ohne das Orchester allerdings gäbe es keine Stimme, es ist also ein gemeinsames Erzählen.“
Ist Musik eindeutiger oder offener als gesprochene Sprache?
Wie kann man musikalische Emotionen vermitteln ohne Worte zu benutzen?
„Musik ist offener. Sie hat zwar klare Strukturen und Zeichen, aber ihre Bedeutung ist nicht eindeutig festgelegt wie bei Worten. Gerade diese Offenheit ermöglicht unterschiedliche Interpretationen und v.a. persönlichen Zugang.“
„Emotionen in der Musik sind total vielseitig. Sie werden u.a. durch Klangfarben, Dynamik, Tempo und Phrasierung geformt. Als Dirigentin versuche ich, eine innere Vorstellung von Charakter und Gefühl körperlich vorzuleben, sodass das Orchester diese Emotion in Klang verwandelt. Musikalische Emotionen werden für mich deshalb durch bewusste Gestaltung des Moments vermittelt.“
In einem Interview mit Jungmin Seo, die im Philharmonischen Orchester in Würzburg und im Orchester des Mainfranken Theaters Würzburg spielt, hat sie erzählt, wie sie in ihrem Beruf über die Musik kommuniziert.

Wie kommunizierst du mit Menschen über die Musik?
Ich versuche die Emotionen, die der Komponist sich wünscht und die in den Noten stehen, und natürlich auch meine eigenen Interpretationen und meine musikalischen Ideen an die Leute zu bringen. Um so mit dem Publikum zu kommunizieren, helfen mir verschiedene dynamische und technische Mittel.
Ist der Körper beim Musizieren, um über die Musik Botschaften zu übermitteln, auch wichtig?
Das mache ich jetzt nicht extra, aber es kommt einfach von alleine, dass ich musikalische Bewegungen verwende.
Denkst du der Empfänger deiner Musik nimmt dann die Botschaften so auf, wie du sie herüberbringen willst, oder braucht er noch irgendwelche Voraussetzungen?
Ich glaube nicht bestimmte Voraussetzungen, aber ich versuche das Stück so zu interpretieren, dass es richtig herüberkommt. Trotzdem kommt es dem Empfänger wahrscheinlich manchmal anders vor.
Und was willst du persönlich durch die Musik ausdrücken?
Einmal einfach generell über die Musik, aber sie kann alles sein: ein Heilmittel, Freudebringer und Überbringer aller Emotionen. Es spielt eine wichtige Rolle in der Vergangenheit und Zukunft. Das macht die Musik so menschlich und einfach nicht ersetzbar durch irgendwelche Mechanik. Botschaften werden von Mensch zu Mensch gebracht.
Du spielst ja auch im Sinfonieorchester Würzburg. Wie kommunizierst du da mit den anderen Musikern?
Ja, also, vor allem die Orchester in Deutschland sind ja sehr international geworden. Ich persönlich als Ausländerin habe mit Deutsch kein großes Problem. Klar ich bin seit langem hier. Also sprachlich reden wir schon auf Deutsch. Musikalisch kommunizieren wir so: Wir sitzen ja immer zu zweit an einem Pult und die Kollegen wechseln. Natürlich können wir nicht exakt dasselbe spielen und fühlen, aber die Klangvorstellungen und Farben der einzelnen Musiker mischen sich. Wir atmen, zählen und fühlen den Rhythmus zusammen. Nebeneinander und miteinander mit vielen verschiedenen Instrumenten machen wir dann Musik.
Das haben wir gemacht:
Wir haben uns damit auseinandergesetzt, wie Musik ohne Worte, Emotionen und Themen gut ausdrücken kann, und manchmal sogar die Sprache ersetzt. Dabei haben wir euch interviewt und verschiedene Playlisten erstellt. Danach sind wir selbst praktisch geworden. Mit Klavier, Saxophon, Flöte und Klarinette ausgestattet haben wir über die Musik miteinander kommuniziert. Dabei haben wir gemerkt, wie wichtig es ist, gut aufeinander zu hören und sich zu trauen.
Finja:
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, dass wir uns die ganze Woche mit dem Thema „Musik und Kommunikation“ beschäftigt haben. Durch die Umfragen, die wir gemacht haben, hat man auch viele Einblicke dazu bekommen, wie andere Leute Musik verstehen und man konnte erkennen, dass Musik sehr vielseitig ist und selbst ohne Worte viele Emotionen und Wirkungen ausdrücken kann.
Heidi:
Mir hat besonders gut gefallen, dass wir “Call and Response” ausprobiert haben. Es hat richtig viel Spaß gemacht gemeinsam zu musizieren. Außerdem habe ich auch ein bisschen gelernt, wie man improvisiert ohne dass es sich schief anhört. Ich finde, wir haben gut als Team zusammengepasst und haben aufeinander geachtet. Lustig war auch, als wir Leute zu den ESC-Liedern interviewt haben.
Quellen:
- https://music2me.com/de/magazin/dur-moll-pentatonik-am-klavier
- https://www.eurovision.de/
- https://emastered.com/de/blog/call-and-response-in-music
- https://www.watson.ch/schweiz/eurovision-song-contest/496042090-esc-2025-der-milkshake-man-vertritt-australien-in-basel
- https://www.youtube.com/watch?v=KYeIYpfIAEI
- https://esc-kompakt.de/lettlands-beitrag-fuer-den-esc-2025-bur-man-laimi-von-tautumeitas/

Richtig cooles Projekt und Mega Umsetzung!!