Von Alessar Kandah, Klasse 7a
Vom 23. bis 26. Juli 2026 durften zwei Mitglieder unserer „KLAPPE AUF!“-AG am Bayerischen Kinder- und Jugendfilmfestival in Augsburg teilnehmen. Mit unserem Film „Versteckte Narben“, den wir 2024 gedreht hatten, und der bereits bei der Jufinale Unterfranken im Herbst 2025 eine „Lobende Erwähnung der Jury“ erhalten hatte, wurden wir zu diesem besonderen Wochenende eingeladen.
Unser erster Tag in Augsburg mit eigenem Programm am Anfang
Am Donnerstag machten wir uns gemeinsam mit Frau Eisenmann de Navarro auf den Weg nach Augsburg. Den ersten Teil des Kinderfilmprogramms konnten wir leider nicht mehr anschauen, da wir zuerst in der Jugendherberge einchecken mussten. Stattdessen erkundeten wir die Fuggerei– die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt, in der man heute noch für 0,88 € Jahreskaltmiete wohnen kann, wenn man Augsburger, bedürftig und katholisch ist – und die Augsburger Puppenkiste, in der Fernsehproduktionen wie „Jim Knopf“ und „Urmel aus dem Eis“ entstanden sind. So konnten wir die Stadt kennenlernen und uns auf die kommenden Tage einstimmen.

Die Vorführung der Filme
Am Freitagvormittag wurden weitere Filme aus der Kinderkategorie gezeigt, darunter auch unser Film „Versteckte Narben“. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, ihn auf einer großen Kinoleinwand wiederzusehen. Wir durften auf der Bühne außerdem einige Fragen zu unserem Film beantworten. Das war eine große Ehre. Nach den jeweiligen Filmen erhielten alle teilnehmenden Gruppen ihre Urkunden und Festival-T-Shirts. Danach konnten wir verschiedene Workshops besuchen. Besonders spannend fanden wir den Schauspielworkshop, bei dem wir viele neue Erfahrungen sammeln konnten.
Am Freitagnachmittag begann das Jugendprogramm. Bis spät in die Nacht sahen wir viele beeindruckende Filme, die in den einzelnen Regierungsbezirken für das Festival nominiert worden waren, und auch am Samstag gab es noch einmal mehrere Stunden Filmprogramm.
Die Aufgabe einer Entwicklung eines Kurzfilms innerhalb von drei Stunden
Anschließend arbeiteten wir mit Jugendlichen aus anderen Filmgruppen zusammen. Jede Gruppe erhielt einen echten Fall, der von Juristinnen und Juristen ausgewählt worden war, sowie einige Requisiten. Daraus sollten wir innerhalb von drei Stunden einen Kurzfilm entwickeln, drehen und schneiden. Alle Filme wurden später zu einem gemeinsamen Film zusammengesetzt und auf der großen Leinwand angeschaut. Das Thema lautete „Gerechtigkeit“. Gemeinsam überlegten wir: Was bedeutet Gerechtigkeit eigentlich? Es war spannend, sich mit Menschen auszutauschen, die wir vorher noch nie getroffen hatten. Dabei entstanden nicht nur kreative Ideen, sondern auch neue Freundschaften.
Am Abend fand eine gemeinsame Party statt. Es wurde getanzt, gelacht und viel erzählt. Auch an diesem Tag ging es erst spät ins Hostel zurück.
Sonntag, der Tag der Preisverleihung
Am Sonntag war es dann so weit. Vor der Preisverleihung nahmen wir noch an einem Workshop mit Filmprofis teil. Dort erfuhren wir, wie Dokumentationen entstehen, welche Kameras eingesetzt werden und welche Aufgaben ein Filmproduzent übernimmt. Das war sehr interessant und hat uns anschaulich gezeigt, wie große Filmproduktionen entstehen.
Um 14.00 Uhr begann dann die Preisverleihung. Alle waren schick gekleidet und natürlich sehr aufgeregt. Die Veranstaltung wurde sogar live übertragen.
Dann fiel unser Name, ein Moment, den wir niemals vergessen werden. Unser Film „Versteckte Narben“ wurde mit dem Bayerischen Kinderfilmpreis in der Altersgruppe der 9- bis 12-Jährigen ausgezeichnet. Zusätzlich zu dem Maskottchen des Festivals, einem kleinen Roboter, erhielten wir eine Urkunde und ein Preisgeld von 500 €. Besonders bewegend war die Begründung der Kinderjury. Zu hören, dass unsere Botschaft so viele Menschen erreicht hat, machte uns unglaublich stolz.
Hier findet ihr die Aufzeichnung der Preisverleihung und die Laudatio der Jury (ab 54:30)


Unser Film
Unser Film beschäftigt sich mit dem Thema Mobbing und zeigt, wie wichtig Respekt, Zusammenhalt und Mut sind. Deshalb möchten wir allen etwas mit auf den Weg geben: Überlegt euch, bevor ihr etwas sagt, ob eure Worte jemanden verletzen könnten, denn manche Sätze vergisst man nie.
Zum Schluss möchten wir uns von Herzen bei Frau Eisenmann de Navarro bedanken. Sie hat uns während des gesamten Projekts begleitet, unterstützt und immer an uns geglaubt. Ohne sie hätten wir diese Reise und diesen Erfolg nicht erleben dürfen.
Die vier Tage in Augsburg werden wir nie vergessen, so wie viele andere Erlebnisse in unserer „KLAPPE AUF!“-AG auch. Wir haben viel gelernt, neue Menschen kennengelernt und unvergessliche Erinnerungen gesammelt. Vor allem haben wir erlebt, dass Filme Menschen bewegen und zum Nachdenken anregen können, und genau das wollten wir mit „Versteckte Narben“ erreichen.
Und hier könnt ihr unseren Film „Versteckte Narben“ noch einmal anschauen:
Hast du Lust, im kommenden Schuljahr bei uns mitzumachen? Dann melde dich bei Alessar Kandah oder Frau Eisenmann de Navarro!

omg wie coollllll!
Der Bericht ist so spanned
So ein schöner film.
Und auch super professional gemacht, ihr könnt richtig stolz auf euch sein 😊