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Zwei Morde, viele Verdächtige und ein Abschied – Die Kriminacht des Mittelstufentheaters

24. Juli 2026 7 Mins Read
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Wie ihr sicher schon auf den Plakaten im Schulhaus gesehen habt, fanden am vergangenen Mittwoch und Freitag die beiden Aufführungen der Theatergruppe der Mittelstufe statt. Vielleicht war auch der eine oder andere von euch dabei. Wie die Rückmeldungen aus dem Publikum zeigten, hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt.

Wie auch schon letztes Jahr führte die Gruppe zwei Stücke nacheinander vor:

Zuerst wurde „Nuit Fatale – Die verhängnisvolle Nacht“ aufgeführt. Der Besitzer eines schicken Restaurants wird tot aufgefunden – neben ihm liegt die bewusstlose Kommissarin Kitty LaBelle. Um ihre Unschuld zu beweisen, sucht Kitty nach dem wahren Mörder und macht dabei eine schreckliche Entdeckung, die möglicherweise erklärt, weshalb Kurt Wilhelm sterben musste.

Das Besondere an diesem Stück war, dass das Publikum ab einem bestimmten Punkt entscheiden durfte, wie die Handlung weitergehen sollte. Während einer kurzen Pause konnte jeder einen Stimmzettel in die Abstimmungsbox der Person werfen, die er für den Mörder hielt. Je nachdem, wer die meisten Stimmen erhalten hatte, wurde die entsprechende Variante des Stücks gespielt. Wer an beiden Abenden dabei war, hat vielleicht auch bemerkt, dass tatsächlich zwei unterschiedliche Varianten aufgeführt wurden.

Beim zweiten Stück handelte es sich um Agatha Christies berühmten “Mord im Orientexpress”.

Während sich Hercule Poirot von seinem letzten Fall erholen will, geschieht an Bord des weltberühmten Orientexpress ein Mord. Doch wer steckt dahinter? Der Täter kann nicht geflohen sein. Für den Meisterdetektiv bleibt daher nur eine Möglichkeit: Einer der Mitreisenden muss der Mörder sein …

Es war uns eine große Ehre, dieses berühmte Stück aufführen zu dürfen. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Agatha Christies Erben, Ken Ludwig und dem Übersetzer Michael Raab bedanken!

Wie sich die Ansichten der Schauspieler verändert haben

In unserem ersten Theaterjahr gab es bereits ein Interview. Klickt hier, um zum damaligen Artikel zu gelangen. Ich dachte mir, es wäre interessant zu erfahren, wie sich die Meinungen der Schauspielerinnen und Schauspieler seitdem verändert haben. Vielen Dank an Marlene und Ilva, die sich zu diesem Interview bereit erklärt haben.

Was hat sich seit eurem 1. Jahr für euch bei Theater verändert?

Marlene Selbach: Also wir sind auf jeden Fall mehr Leute geworden!

Ilva Nickola: Es sind auf jeden Fall noch ein paar Leute dazugekommen, die echt cool sind! Das Problem ist halt dabei, dass wir immer Schwierigkeiten haben, ein Stück zu finden mit so vielen Rollen. Deswegen müssen wir jetzt immer zwei Stücke spielen und das kann manchmal echt anstrengend sein mit so vielen Leuten.

Wie ist es für euch inzwischen auf der Bühne zu stehen im Vergleich zu damals?

Marlene: Ich stand eigentlich schon immer gerne auf der Bühne, aber damals war ich trotzdem sehr aufgeregt. Heute bin ich deutlich weniger nervös, weil ich schon öfter auf der Bühne gestanden habe. Man weiß, wie es sich anfühlt und wie alles abläuft. Dadurch macht es auch mehr Spaß. Natürlich ist man noch aufgeregt, aber nicht mehr so stark, weil man das Gefühl bereits kennt.

Ilva: Ich finde, das erste Mal auf der Bühne zu stehen, ist am aufregendsten. Aber auch mittlerweile ist es immer noch super spannend. Also, ich bin jedes Mal nervös. Eigentlich hat sich für mich gar nicht so viel verändert.

Was gefällt euch am meisten am Theaterspielen?

Marlene: Am besten gefällt mir unsere Gruppe. Wir sind eine unfassbar tolle Truppe! Jeder hat seinen eigenen Charakter, und trotzdem passen wir alle sehr gut zusammen. Es macht unglaublich viel Spaß. Es ist einfach eine tolle Gruppe.

Ilva: Unsere Gruppendynamik ist richtig gut. Es macht großen Spaß, mit Frau Ellinger Theater zu spielen und auf der Bühne zu stehen. Frau Ellinger macht ihre Arbeit als Theaterlehrerin natürlich auch super. Besonders schön ist außerdem die gemeinsame Arbeit in der Gruppe und dass wir alle zusammen auf unseren Auftritt hinarbeiten.

Marlene: Es ist auch schön zu sehen, wie sehr wir uns verbessert haben.

Was macht die Stücke in diesem Jahr sehenswert und besonders?

Marlene: Es sind erst einmal zwei unfassbar coole Stücke. Ich finde sie richtig spannend und witzig. Sie sind außerdem sehenswert, weil wir uns sehr viel Mühe gegeben haben. Die Proben haben uns viel Schweiß gekostet, und deshalb finde ich die Stücke so … sehenswert.
(lacht)

Ilva: Ich finde, „Mord im Orientexpress“ ist ein unfassbar spannendes Stück. Ich meine, jeder kennt es irgendwie! Die Arbeit daran war außerdem sehr, sehr anstrengend. Wie Frau Ellinger schon gesagt hat: „Das Stück ist voll das Brett.“ Wir kamen nur langsam voran, und inzwischen wird es bis zur Aufführung von „Mord im Orientexpress“ wirklich knapp. Trotzdem macht die Arbeit viel Spaß, weil es einfach ein richtig cooles Stück ist!

Mhhh! Danke an Emmas Mutter!

Stimmen aus dem Publikum

Wie fand das Publikum die Stücke? Hat sich das viele Üben für das „Brett“ gelohnt? Um das herauszufinden, habe ich mich ein wenig umgehört.

Ich fand, das Theaterstück war auf ganzer Linie ein Erfolg. Auch letztes Jahr war ich bei der Aufführung der Mittelstufe, und im Vergleich dazu haben alle Schauspieler*innen noch mal eine Schippe draufgesetzt! Auch das Bühnenbild war sehr detailreich gestaltet, sodass man immer wieder neue Dinge entdecken konnte, die dann aber auch alle bespielt wurden.

Ich fand es total cool, dass man mitraten konnte, wer der Mörder ist, und bis zum Ende wirklich voll dabei war und mitgefiebert hat. Der Abend ging zwar bis 23 Uhr, aber langweilig oder langwierig war er auf keinen Fall – spannend und kurzweilig trifft es etwas besser.

Alle, die nicht da waren, haben auf jeden Fall etwas verpasst!

Cara Schmeller

Ich fand beide Theaterstücke echt gut! Wenn ich ehrlich bin, hatte ich davor erwartet, dass es sich ziehen würde, weil dreieinhalb Stunden insgesamt schon echt lang sind. Aber dann war ich doch positiv überrascht, wie schnell die Zeit vorbei war.

Ich denke, das lag daran, wie gut die Schauspieler das Ganze rübergebracht haben. Man war richtig in der Story drin, und es hat echt sehr viel Spaß gemacht, zuzuschauen.

Da ich auch schon frühere Theaterstücke dieser Theatergruppe gesehen habe, kann ich sagen, dass sich die Schauspieler meiner Meinung nach in den letzten Jahren alle noch einmal richtig krass gesteigert haben. Ich werde deshalb definitiv auch sehr gerne zu zukünftigen Aufführungen kommen!

Milla Wlasak

Wir fanden die beiden Theaterstücke sehr beeindruckend. Das Bühnenbild und die allgemeine Leistung waren überragend! Sehr krass fanden wir, wie gut die Schauspieler ihre Texte konnten, weil diese schon sehr komplex waren. Im Allgemeinen war es ein sehr schöner Theaterabend, der wirklich Spaß gemacht hat.

Elena Wlasak & Finja Präger

War ein übelst gutes Theaterstück! Super gemacht. Ich fand auch sehr gut, dass der Erzähler zwischendrin immer wieder ein bisschen etwas erklärt hat. Die Kostüme waren ebenfalls passend. Vor allem Emil war übelst krass 😁 Danke! 😂 Aber auch alle anderen waren richtig gut. Also insgesamt ein sehr gelungenes Theaterstück!

Yannik Hammer

Frau Ellingers Abschied

Dieses Jahr war ein besonderes Jahr für die Mittelstufen-Theatergruppe von Frau Ellinger. Denn zum Halbjahr hat sie aufgehört, als Lehrerin zu arbeiten, und ist in den Ruhestand gegangen. (Klickt hier auf den Link, um zu dem Artikel weitergeleitet zu werden, den wir zu diesem Thema geschrieben haben!) Allerdings wollte sie uns als ihre derzeitige Gruppe nicht einfach fallen lassen, sondern blieb trotz ihres Ruhestands unsere Theaterlehrerin!

Nach ihrer Dankesrede am Freitag gab es dann von ihren ehemaligen Schülern, die inzwischen alle schon die Schule verlassen haben, einen kleinen Abschied. Sie spielten eine Stelle aus dem „Club der toten Dichter“ nach, indem sie sich nacheinander auf ihren Stuhl stellten und „Oh Captain, mein Captain“ riefen.

Es war ein sehr berührender Moment, zu sehen, wie sie alle gekommen waren, um sich von ihrem Captain zu verabschieden und ihm für all die Jahre zu danken.

Die Wochen und Monate, in denen wir auf diese Abende hingearbeitet haben, werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Auch wenn es manchmal etwas anstrengend – oder, um es mit Frau Ellingers Worten zu sagen, ein Brett – war, an heißen Nachmittagen in der Schule zu bleiben, hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass unsere Aufführungen zustande gekommen sind: an Richard, Mona und Toni für die Co-Regie, an Daniel und Zia für die Technik, an Katja Nickola für die Plakate sowie an Tim und Kathleen für die Unterstützung und die Requisiten.

Und natürlich ein ganz besonderer Dank an Frau Ellinger für all die Zeit und Mühe, die sie in uns und unsere Aufführungen investiert hat!

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3 Comments

  1. Theater fan sagt:
    24. Juli 2026 um 14:29 Uhr

    Beste Aufführung jemals

    1
    0
    Antworten
    1. Animal sagt:
      24. Juli 2026 um 15:07 Uhr

      Fand ich auchhhh

      1
      0
      Antworten
  2. Anonym sagt:
    24. Juli 2026 um 15:44 Uhr

    Ich war am Mittwoch dabei, wer hat den am Freitag in Nuit fatale den Mord begangen?

    0
    0
    Antworten

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