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Zum Weltmännertag – aus dem Leben eines Softies

6. November 2025 6 Mins Read
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11 Comments

Herzlichen Glückwunsch zum Weltmännertag!! Na, ist euch was aufgefallen? Der ist gar nicht heute, der war am Montag;) Die Mammuts waren schon so sehr in Ferienstimmung, dass das glatt an ihnen vorüber gegangen ist. Aber besser spät als nie, denn den folgenden Text würde man euch ganz sicher nicht vorenthalten wollen. Wer könnte denn besser einen Artikel zum Weltmännertag schreiben als eine Frau? Richtig ein Mann! Deswegen hier als Gastautor für euch, mein allerliebstes Bruderherz, Johannes! Er ist ja ein Mann und hat sich viel mit dem Mannsein auseinandergesetzt. Er hat einmal einen Versuch gewagt, frz. einen Essay geschrieben, wir laden euch ein auf einen anspruchsvollen, aber lohnenden gedanklichen Spaziergang. Es ist ein sehr aufschlussreicher Text, der die ein oder andere Männlichkeit (und Weiblichkeit) zum Nachdenken anregt! (Elisabeth Knorr)

Der Mann auf der Suche nach sich selbst

Der nach Bestätigung und Liebe lechzende (junge) Mann befindet sich in einer scheußlichen Lage. Er sucht nach Anerkennung und seinen Platz in der Welt, aber was ist er denn und wie kommt er dahin?

Das sind Fragen, die man heute weniger leicht beantworten kann als früher, als die Rollenmuster fester gestrickt waren. Nun hört man zwar überall von „toxischer Männlichkeit“, aber anders als propagiert, kommt das dominante Arschloch oft gar nicht schlecht an. Sogar bei Frauen. Aber für die meisten ist diese Persona nicht durchhaltbar – und außerdem auf Dauer unbefriedigend. Oder sogar tödlich, wie in der Oper Don Giovanni von Mozart, in dem Don Giovanni, einer der großen „Aufreißer“ der Geschichte am Ende stirbt.

Ein weinerlicher Softie zu sein, ist aber auch nicht mit der Zustimmung und Akzeptanz verbunden, die überhaupt erst Gründe dieser Performance sind. Auch wenn es die performative male contests jüngst sogar bis nach Deutschland geschafft haben, sind diese Wettbewerbe doch eher eine Ironisierung als eine Bestätigung der geforderten neuen, feministischen und „woken“ Männlichkeit.

Aber was will „der“ Mann überhaupt selbst? Geld? Macht? Liebe? Zuneigung? Akzeptanz? Sex? Am Ende zieht man als selbst betroffener und doch fragender und kommentierender Beobachter meist keine großen Schlüsse, sondern verrät nur die eigenen Unsicherheiten und Wünsche.

„Cosí fan tutte“ – So machen es alle?

Für den Einzelnen heißt es, das Beste aus der Situation machen.  Das wusste schon Mozart:

„Glücklich preis’ ich, wer erfasset
Alles von der rechten Seite,
Der bei Stürmen niemals erblasset,
Wählt Vernunft als Führerin.
Was im Leben andre weinen macht,
Ist für ihn ein Grund zum Lachen.
Drohn Gefahren noch so fürchterlich,
Wahrt er seinen heitern Sinn!“

„Cosí fan tutte“ heisst die Oper, von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahr 1790, aus der dieser Text entnommen ist, auf Deutsch: „So machen es alle“. In der Oper sind „alle“ treulos und unzuverlässig aber glücklich und lebensfroh – kann das das Richtige sein? Fraglich!

Schauen wir auf ein paar Fakten, um der Lage des Mannes näher zu kommen.

Für ihn sieht es in mancher Hinsicht schlecht aus. 2/3 der Suizide in Deutschland werden von Männern begangen. Sie haben mehr Angst und Hemmungen, sich Hilfe zu suchen. Sie gehen überproportional häufig gefährlichen Berufen nach. Sterben mehrere Jahre früher. Und für die spezifisch männliche Einsamkeit gibt es sogar das geflügelte Wort: „male loneliness epidemic“

Das ist nicht das Profil eines Geschlechts von Gewinnern.

Variation, Evolution – die brutale Lotterie der Natur

Sicher gibt es auch Untersuchungen und geschickte Auswertungen von Daten, die die These unterstützen, dass Frauen in verschiedenen Lebensbereichen weniger erfolgreich sind. Beispielsweise im Beruf. Daraus wird dann oft geschlussfolgert, dass sie aktiv benachteiligt werden. Ich will auch nicht in Abrede stellen, dass das in der Vergangenheit so war und Frauen nicht die gleichen Möglichkeiten wie Männer hatten. Auch heute gibt es bestimmt noch Fälle aktiver und boshafter Unterdrückung.

Allerdings war das Leben immer schon schlimm, grausam und ungerecht und ist es teilweise immer noch. Und vielleicht ist diese dem Leben grundsätzlich innewohnende Tragik manchmal die treffendere Erklärung für die Schrecklichkeiten und Ungerechtigkeiten, die man überall sehen kann, wenn man nur die Augen aufmacht.

Das heißt allerdings nicht, dass ich die teilweise brutale und mittelalterliche Behandlung von Frauen in manchen Teilen der Welt auch heute noch entschuldigen möchte. Dort, wo sie so stark im Kontrast steht zur wirtschaftlichen Entwicklung der Länder, wirkt die Situation nicht besonders komplex, sondern einfach falsch.

Die Lage heute bei uns ist glücklicherweise eine andere. Daher lässt sich vielleicht die heutige Überrepräsentation von Männern in Positionen mit großer Exposition, Macht, Verantwortung und Kompetenzansprüchen besser mit der Idee einiger Evolutionsbiologen erklären, dass die Variationsbreite körperlicher und geistiger Merkmale bei Männern größer ist als bei Frauen. Das hat zur Folge, dass es in beiden Richtungen mehr Extreme als bei Frauen gibt. Für die Produktion von Nachkommen sind Männer nämlich eher austauschbar als Frauen. Das ist ziemlich brutal für die Verlierer in der genetischen Lotterie, erklärt aber auch die Überrepräsentation von Männern in „guten“ (aber auch „schlechten“) Spitzenpositionen.

Denke ich an meine persönlichen Erfahrungen in Schule und Studium (Vorsicht: anekdotische Evidenz), dann passt eigentlich die Erzählung von den Schwachen und vielleicht nicht Unterdrückten, aber zumindest sich Unterordnenden, tatsächlich besser auf die Männer als auf die Frauen. Vor diesem Hintergrund wirkt es dann doch etwas realitätsfern bis ideologisch, sich bei Fragen um die Rolle der Geschlechter in der Gesellschaft allein auf das Leid der Frau zu konzentrieren. 

Das Ende des Rumheulens und eine Vision

In einer idealen Gesellschaft sollte jeder so unterstützt werden, dass er sein volles Potential ausschöpfen kann. In der Realität ist das zwar gar nicht so einfach, dabei nicht andere zu benachteiligen, trotzdem kann der Weg zur Besserung der Situation der Männer nicht darin liegen, die Frauen zu unterdrücken. Die Männer müssen sich aus ihrer Situation selbst befreien. Rumheulen ist für Männer immer noch unsexy und ich glaube auch nicht, dass sich daran etwas ändern lässt. Deshalb höre ich jetzt auch damit auf.

Ein schönerer Abschluss wäre ein positiver „Outlook“ und eine hoffnungsvolle Vision. Die bestünde wahrscheinlich in einem harmonischen Ausgleich zwischen den Geschlechtern und einem Ende des auch medial immer weiter angeheizten Geschlechterkampfs.

Dafür brauchen die Männer allerdings die Liebe, Zuneigung und Akzeptanz der Frauen. Wozu es führt, wenn Männer ohne dies leben, zeigt ganz eindrucksvoll die Incel-Community, also der ungewollt zölibatär Lebenden, die so fixiert auf ihr Unglück sind, dass sie in Selbsthass und Frauenhass vergehen.

Jüngere Umfragen aus den Vereinigten Staaten meinen herausgefunden zu haben, dass 60% der unter 30 jährigen Single sind und im Allgemeinen die Zahl der Beziehungen abnimmt. Eigentlich schade.

Die Ausweitung der Kampfzone

Unter anderem in „Ausweitung der Kampfzone“ schreibt der französische Schriftsteller Michel Houellebecq, der für mich ein ganz großer und oft missverstandener Romantiker ist, von der Idee, dass wir mit Dingen wie der Antibabypille und auch dem moralischen „Verfall“ der 68er Hippies und ihrer sexuellen Befreiung letztendlich die Kampfzone, die der wirtschaftlich Logik des Stärkeren, Begehrteren und Besseren folgt, nun auch auf das Gebiet der Liebe ausgeweitet haben.

Die neuen Freiheiten stürzen die Menschen in einen dauernden Wettstreit um Zuneigung und Sex. In diesem Spiel müssen sich vor allem aber die Männer ständig durch Aussehen, Kapital und Status beweisen, weil die Frauen für die Partnerwahl entscheidend sind. Das führt dazu, dass wenige Männer die Aufmerksamkeit vieler Frauen bekommen, aber viele Männer keine.

Auch aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich berichten, dass es für einen Mann nicht so einfach ist, viele Likes auf dating Plattformen einzufahren. Nachdem ich mit großem Zeitaufwand mein Profil auf der angesagten Dating-App Hinge renoviert habe, hatte ich nach zwei Wochen aktiven Nutzens exakt 0 Likes. Ein herber Schlag für das Selbstbewusstsein eines jungen Mannes.

In „Serotonin“, ein Roman, der das Schicksal eines depressiven Mannes zeichnet, schreibt Houellebecq: „Sind wir Illusionen von individueller Freiheit, von einem offenen Leben, von unbegrenzten Möglichkeiten erlegen? Das mag sein, diese Gedanken entsprachen dem Zeitgeist; […] wir haben uns damit zufriedengegeben, uns ihnen anzupassen, uns von ihnen zerstören zu lassen und dann sehr lange darunter zu leiden.“

Ist tanzen die Lösung?

Wenn ich allerdings nochmal an Cosi fan tutte zurückdenke, ist dieser Abgesang auf die spezifische Schrecklichkeit gerade unserer bestimmten Epoche vielleicht doch nur eine naive, gerade männliche Fantasie. Letztlich macht Lorenzo dal Ponte, der Librettist der Oper, mit seinem Fazit doch glücklicher, denn zusammen ist doch immer schöner! (und das ist letztendlich der einzige mit dem Leben vereinbare Weg):

„Gebt die Hände, seid versöhnet,
Schnell umarmt Euch, seid vernünftig!
Lachen werdet Ihr dann künftig
Und ich selber lache mit!“

Mein Traum der Beziehung der Geschlechter entspricht dann nämlich doch eher einer Tanzzone statt einer Kampfzone.

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11 Comments

  1. Filosof sagt:
    6. November 2025 um 9:29 Uhr

    Erfrischend, die Gedanken eines jungen Mannes hier zu lesen, dessen Fazit (wenn ich ihn richtig verstanden habe) lautet: “Lasst uns tanzen!”
    Und wie beim Tanzen sollten wir – egal ob Frau, Mann oder jemand dazwischen – vielleicht auch im Leben eine gewisse Freude, Leichtigkeit, Wechsel (in Rhythmus, Melodie und evtl. auch bei unseren Tanzpartnerschaften) und Anpassung einfach zulassen. Es würde so vieles in unserem Leben so viel entspannter, wenn wir Zorn, Frust, Wut über Unabänderliches einfach denen überlassen, deren geistiger Horizont die Breite einer Fußbodenleiste hat.

    Der Goethe hat auch schon erkannt, dass Veränderung und dessen Annahme durchaus hilfreich sein können:

    Eins und Alles
    Es soll sich regen, schaffend handeln,
    Erst sich gestalten, dann verwandeln;
    Nur scheinbar stehts Momente still.
    Das Ewige regt sich fort in allen:
    Denn alles muß in Nichts zerfallen,
    Wenn es im Sein beharren will.
    (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Panta_rhei, besucht grad eben)

    Lasst jeden Tag zum Weltmenschentag werden!

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  2. Anonym sagt:
    6. November 2025 um 12:03 Uhr

    Wirklich ein guter Artikel! Ich finde, der Gedankengang ist gut mitzuverfolgen, es wird interessant informiert und vor allem regt das Thema zum Nachdenken an.

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  3. Anonym sagt:
    12. November 2025 um 15:09 Uhr

    Hallo, dürfte ich erfahren, ob es zu diesem Artikel auch professionelle Quellen gibt? Ich zweifle die Professionalität dieses Artikel stark an. Wirkt sehr subjektiv, wenig recherchiert und die Argumente sind gegensätzlich und zusammenhangslos. Wäre ja schade, wenn das Mammut seit neustem nicht mehr faktenbasiert solche Aussagen tätigt und solche Bewegungen fördert… Ich hoffe auf bessere Artikel in der Zukunft, denn das hier ist leider sehr enttäuschend und für eine Schülerzeitung nicht akzeptabel…

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    Antworten
    1. Hansjörg Rüthel Hansjörg Rüthel sagt:
      12. November 2025 um 21:00 Uhr

      Erst einmal danke für die kritische Rückmeldung, die in ihrer Schärfe und Absolutheit allerdings weit überzogen wirkt und offensichtlich auf falschen Erwartungen beruht. Immerhin besteht so die Möglichkeit Missverständnisse auszuräumen.
      Wie im Einleitungstext erklärt, handelt es sich um einen Essay. Der Essay als journalistische Form ist definiert durch die pointierte und persönliche Auseinandersetzung mit einem anspruchsvollem Thema. Hier Objektivität anzumahnen, geht völlig an der Textgattung vorbei, denn das bewusste Einnehmen einer individuellen Perspektive ist ja gerade ihr wesentliches Bestimmungsmerkmal. Es handelt sich auch nicht um eine faktenbasierte, wissenschaftliche Arbeit, sondern um einen „Versuch“, nicht nur gedankliche Ergebnisse vorzulegen, sondern auch die Denkbewegungen tastend, sich entwickelnd, vielleicht sogar paradox und assozierend sichtbar zu machen.
      Es steht natürlich jedem frei, den Text inhaltlich und stilistisch zu kritisieren. Mit solchem Furor dem Essay vorzuwerfen, ein Essay zu sein, ist dagegen widersinnig.
      Als Quellenangabe für die Definition eines Essays im journalistischen Sinn mag folgender Link dienen:
      https://www.zeitfuerdieschule.de/content/uploads/2024/10/Medien-verstehen-2024-25-Kapitel-07-Meinungszentrierte-Darstellungsformen.pdf

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      1. Anonym sagt:
        13. November 2025 um 9:24 Uhr

        Ich bedanke mich für die schnelle und ausführliche Angwort, die leider meine eigentliche Frage nicht beantwortet übergangen hat. Seis drum. Dass hier mehr Meinung als Fakten aufgeführt wurden, dessen bin ich mir durchaus bewusst. Dennoch halte ich es, selbst in einem Essay, für unerlässlich, Studien und Fakten korrekt darzustellen, was hier leider meiner Auffassung nach kaum geschehen ist. Auch sollten Versuche und Selbstexperimente, wie hier durchgeführt, auch sinnvoll sein und einen Beitrag leisten, der den Essay schlüssig macht. Das Experiment auf der Datingseite allerdings leistet in meinen Augen keinerlei sinnvollen Beitrag oder ist nicht einmal nur im geringsten Maße aussagekräftig. Außerdem, zu behaupten, dass der Mann in unserer heutigen Gesellschaft der Verlierer ist und es die Aufgabe der Frau sei, den Mann zu unterstützen ist nicht nur gefährlich, sondern einfach grundlegend falsch. Gerade in Anbetracht darauf, dass auch jüngere Schüler diesen Artikel lesen und ihn als faktisch korrekt ansehen können. Vielleicht können dieses Punkte, die ich jetzt aufgezählt habe ja zum Nachdenken anregen. VG

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        Antworten
  4. Anonym sagt:
    12. November 2025 um 16:00 Uhr

    Schon traurig, dass manche Männer “Liebe, Zuneigung und Akzeptanz der Frauen” so dringend brauchen, dass sie meinen, dass es ohne das Vorhanden sein all dieser Komponenten für sie nicht zum Ende von Geschlechterungleicheiten kommen kann. Vor allem weil diese Ungleichheiten von ihnen verursacht wurden. Bei gegenseitiger Akzeptanz bin ich ja noch dabei, aber der Rest klingt doch sehr aufmerksamkeitsdurstig. Wer so abhängig von äußerer Bestätigung ist, sollte bei sich anfangen und Selbstliebe trainieren.

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    1. Anonym sagt:
      13. November 2025 um 9:47 Uhr

      Amen

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      Antworten
  5. Anonym sagt:
    13. November 2025 um 9:41 Uhr

    hoffe ja sehr dieser Artikel ist polemisch gemeint… wenn ja wäre es ratsam, das für die 5. Klässler auch zu kennzeichnen. Die Male loneliness epidemic ist der größte scam der Moderne. Warum glauben Männer sie hätten ein Geburtsrecht auf die Anerkennung oder die Liebe einer Frau? Bro – sei doch einfach ein vernünftiger Mann, dann will dich vielleicht auch jemand

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    1. Elisabeth K. sagt:
      16. November 2025 um 22:02 Uhr

      Lieber Anonym, ich bin voll und ganz deiner Meinung, wenn du sagst, dass Männer nicht ein gebürtiges Anrecht auf die Liebe und Anerkennung von Frauen haben und das versucht der Artikel auch nicht zu vermitteln. Er stellt lediglich EINEN jungen Mann und seine Perspektive auf die Welt dar. Außerdem finde ich es sehr schade, dass ein Mann der ehrlich über seine Gefühle spricht, gleich generalisiert und als Frauenfeindlich dargestellt wird. Denn viele Intergeschlechtliche Probleme könnten durch offene Kommunikation (auf Seiten des Mannes) gelöst werden. Viele Probleme (wie die absolut nicht erfundene hohe Suizidrate) sind einfach darauf zurückzuführen, dass Männer, wie du so schön bewiesen hast, nicht ohne Scham über ihre eigenen Gefühle sprechen dürfen. Würdest du einer Frau sagen “Sei doch einfach eine vernünftige Frau, dann will dich vielleicht auch jemand”? Ich bitte dich in Zukunft alle Meinungen respektvoll zu betrachten und nicht die Gefühle anderer Menschen zu verletzen!! (Was btw auch das sein soll, vor dem man 5. Klässler schützen muss)

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      1. Anonym sagt:
        17. November 2025 um 8:49 Uhr

        Liebe Elisabeth,
        danke für deine Zustimmung und danke für deine Kritik. Ich finde es toll, wenn Männer über ihre Gefühle sprechen, aber ich finde es schade, Männer als die Verlierer des Feminismus hinzustellen. Mein Kommentar war tatsächlich nicht mit der intention geschrieben, die Gefühle deines Bruders zu verletzen, sondern eher, um auf das tiefsinnigere Problem der male loneliness epidemic hinzuweisen. Damit meine Kritik für Dich und eventuell auch für Deinen Bruder greifbarer wird, habe ich im folgenden mal alle Punkte, die ich an dem Artikel kritikwürdig finde, herausgeschrieben:
        – Geforderte, feministische neue woke Männlichkeit? Feministen fordern nicht, dass Männer fortan Softies sind, sie fordern die Gleichstellung der Geschlechter – eine so wichtige Bewegung auf so etwas banales zu reduzieren scheint mir kleinsichtig
        – „2/3 aller Suizide werden von Männern begangen“ – nach kurzem googeln kann man diesen Satz viel besser einordnen. Depressionen werden bei Frauen doppelt so häufig diagnostiziert als bei Männern und die Zahl der Suizidversuche ist bei Frauen dreimal so hoch, sie haben nur weniger oft Erfolg. Ich verstehe, dass ein Artikel über den Weltmännertag nicht zwingend die Gänze der Seite der Frauen miteinbeziehen kann, sie jedoch so zu kürzen und somit zu verfälschen halte ich für gefährlich.
        – https://www.gesundheit.gv.at/leben/suizidpraevention/wissenswertes/suizid-geschlecht.html (hier ein Beispiel Artikel aus Österreich, bei weiterem Googeln findet man bestimmt noch mehr)
        – Mit dem Rest des Profils des Mannes stimme ich, abgesehen von der male loneliness epidemic, auch überein. Ich frage mich jedoch, warum man Geschlechter in Gewinner und Verlierer einteilen muss und warum das Profil des Mannes, wenn man denn schon die Notwendigkeit einer solchen Deklaration als Verlierer sieht, nicht auch mit dem der Frau verglichen wird. Im Ende ist es nämlich einfach ein Abwegen: Beide Geschlechter haben Vor- und Nachteile, der „Gewinner“ entscheidet sich letztlich dadurch, wie man sie gewichtet.
        – „geschickte Auswertungen von Daten, die die These unterstützen, dass Frauen in verschiedenen Lebensbereichen weniger erfolgreich sind“ Studien als geschickte Auswertung der Realität abzutun und den Nachteil, den Frauen dadurch erleben, als „allgemeinen Ungerechtigkeit, die man überall sehen kann, wenn man nur die Augen aufmacht“ kleinzureden ist schon next level ignorant. Daher hier ein paar Studien die man sich zur Liebe seiner Mitmenschen aka 50% der Bevölkerung mal zu Gemüte führen könnte:
        – Gender Pay Gap https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_027_621.html?utm_source=chatgpt.com
        – Mutterschaftsnachteile
        – https://www.diw.de/de/diw_01.c.616268.de/publikationen/soeppapers/2019_1025/do_parental_leaves_make_the_motherhood_wage_penalty_worse__assessing_two_decades_of_german_reforms.html?utm_source=chatgpt.com
        – Underrepresentation in Führungspositionen
        https://www.ifo.de/publikationen/2023/aufsatz-zeitschrift/frauen-fuehrungspositionen?utm_source=chatgpt.com
        Die Unterrepräsentation in Führungspositionen wird danach ja auch mit der größeren „Variationsbreite körperlicher und geistiger Merkmaler bei Männern“ erklärt.
        Den körperlichen Vorteil der Männer kann man nicht wiederlegen: Frauen erreichen durchschnittlich 67% der Körperkraft von Männern
        https://www.esn.com/blogs/news/muskelmasse-maenner-frauen?srsltid=AfmBOop-pJqbWx8fErm_PgaFh5BqjwTLZV6VSZKNNy3G40VeG5_VUGD5
        Aber woher man sich den geistigen Vorteil zieht, ist mir ein Rätsel. Schließlich machen der Anteil an Frauen an Abiturienten 55% aus, auch bei Hochschulabschlüssen liegen Frauen mit 53% vorne. Diese Tendenz dreht sich erst mit der Promotion, wo Männer mit 59% die Nase vorn haben, was sich durch den hohen Anteil an Männern in MINT-Studiengängen, in denen eine Promotion üblicher ist, erklären lässt.
        https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_N003_213.html
        https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/04/PD25_N014_212.html
        Tatsächlich scheint es realitätsfern und ideologisch, sich bei Fragen um die rolle der Geschlechter rein auf Frauen zu konzentrieren, allerdings tun des Feministen auch nicht. Durch Googeln oder eine Nachfrage bei ChatGPT bekommt man schnell eine Umfassende Liste an Vorteilen, die der Mann durch Feminismus erlangt hat.
        – „Dafür brauchen die Männer allerdings die Liebe, Zuneigung und Akzeptanz der Frauen“ Die Verantwortung, dass Männer in Frauenhass verfallen, auf Frauen abzuwälzen ist unmündig. Männer müssen sich mit sich selbst auseinandersetzen und Selbstliebe und Solitude lernen. Wenn man einen Blick auf die Geschichte wirft wird auch ganz klar woher diese „male loneliness epidemic kommt“: Früher waren Frauen abhängig von Männern und hatten deswegen auch weniger Auswahlmöglichkeiten. Jetzt wo Frauen mehr und mehr auf eigenen Beinen stehen (was eine positive Entwicklung ist) können sie sich ihren Partner eben Aussuchen und wenn man ein Lebenslanges Abonnement abschließt, sucht man sich eben verständlicherweise das Beste aus. Zumal Dating für Frauen auch ein Risiko darstellt: Die Person, von der eine Frau am wahrscheinlichsten getötet wird, ist ihr Partner.
        – https://www.sueddeutsche.de/panorama/frauenmorde-sind-haeufig-beziehungstaten-toedliche-zweisamkeit-1.1365223
        – https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/femizid-wenn-maenner-ihre-partnerinnen-toeten,S4o5Psg
        – Eine Tanz Zone der Geschlechter wäre schön, allerdings gibt es noch zu viele Ungleichheiten gegen die gekämpft

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  6. Elisabeth K. sagt:
    19. November 2025 um 15:10 Uhr

    Lieber Anonym, ich danke dir für dein Feedback und ich stimme in vielen Punkten mit dir überein. Du wirst sicher verstehen, dass wir diesen Artikel nicht mehr ändern werden, allerdings empfehle ich dir am 8. März wiederzukommen

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