Es gibt keinen PLANet B! – Die Gewalt des Klimawandels
Von Heidi Axmann
„Muss ich haben, muss ich haben, muss ich haben“ (Muss ich haben – Bibi und Tina). Aber müssen wir wirklich immer noch mehr haben? Wir sind mehr Menschen als jemals zuvor, essen mehr als jemals zuvor, unsere Wälder werden immer kleiner, unsere Pole schmelzen, die Autos auf den Straßen verdoppeln sich vor unseren Augen und unsere Kleiderschränke platzen aus allen Nähten. Und was jetzt?
Wir leben, als hätten wir 1,8 Erden statt einer
Laut Berechnungen der US-Umweltorganisation Global Footprint Network leben wir Menschen mittlerweile so, als ständen uns 1,8 Erden zur Verfügung. Diese Erdüberlastung zeigt sich auch in den zahlreichen Naturkatastrophen. Bestimmt habt ihr alle von den verheerenden Feuern in Kalifornien im Januar gehört. Auch wir haben darüber berichtet. Insgesamt haben die Brände eine Fläche von über 200 Quadratkilometern verwüstet – mindestens 30 Personen sind gestorben. Hunderttausende Menschen haben ihr Existenz verloren. Bei uns in Deutschland starben allein 135 Menschen an der Ahr bei der Hochwasser-Katastrophe 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Aber auch direkt vor unserer Nase werden die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels ersichtlich. Im Sommer schwitzen wird bei Hitzerekordtagen mit bis zu 40 Grad Celsius und wer dieses Jahr im Rhein baden wollte, fand in dem wenigen Wasser hauptsächlich Blaualgen.




Wie umweltfreundlich ist eurer Alltag?
Es ist viel bequemer, sich mit dem Auto herumkutschieren zu lassen, als Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Wer hat Lust 1774 km nach Mallorca zu laufen? Da fliegt man natürlich lieber. Und das tägliche Fleisch darf nicht fehlen. Schließlich wollen wir ja alle gesund und stark bleiben. Beim Shoppen entdeckt man dann meistens viel zu viele megacoole Klamotten und das neuste iPhone ist für gute Fotos und die schnellste Verarbeitung von allen Daten absolut notwendig. Doch leider hat dieser Überkonsum von Kleidung, Essen, digitalen Geräten, Reisen und vieles mehr einen Haken. Es befeuert den Klimawandel ernorm und führt indirekt zu den vielen Naturkatastrophen, die auch wieder Menschen, aber auch andere Lebewesen betreffen.
Was haben denn die Politiker auf der Weltklimakonferenz gemacht?
Eines ist klar: Die Politik muss grundlegende Gesetze zum Schutz des Klimas und der Umwelt einführen oder verändern. Knapp 200 Staaten haben vom 10. bis zum 21. November 2025 auf der UN-Klimakonferenz (COP) in Belém in Brasilien beraten. Die Themen: die Eindämmung der Erderhitzung und die Abfederung ihrer fatalen Folgen wie häufigere Hitzewellen, Stürme oder Überschwemmungen. Das EU-Klimaziel besagt, dass bis 2040 90% der CO2 Emissionen im Vergleich zu 1990 eingespart werden sollen. 5% davon können durch den Kauf von Klimazertifikaten in Drittstaaten erbracht werden. Das bedeutet, wenn Unternehmen zu viel CO2 ausstoßen, können sie Klimazertifikate aus Nicht-EU-Staaten kaufen und so die zu viel ausgestoßene Menge CO2 rechtfertigen. Das heißt, dass die EU eigentlich nur 85 % an CO2 bis 2040 einsparen will. Tatsächlich wurde aber kein realistischer Weg zu diesem Ziel festgelegt. Laut Berechnungen von Klimaforscher Niklas Höhne vom New Climate Insitute steuert die Welt auf 2,8 Grad mehr bis Ende des Jahrhunderts zu, wenn alle Länder ihre eingereichten Klimaziele so umsetzen. Immerhin sollen erneuerbare Energien mehr gefordert werden und sind nicht mehr aufzuhalten.
Schreibt doch mal in die Kommentare, ob ihr denkt, dass…
- …sehr viel
- …viel
- …wenig
- …gar nichts
…auf der Weltklimakonferenz 2025 erreicht worden ist.

Wenn ihr noch mehr über die Weltklimakonferenz erfahren wollt, dann könnt ihr morgen in einem spannenden Artikel über diese noch mehr erfahren!
Auch weiter wird uns das Klimawandel beschäftigen und natürlich wird auch weiter berichtet!
Naturkatastrophen häufen sich. Wie hängen diese von uns Menschen ab?
Was können wir tun, um klimaschonend zu leben?
Diese Fragen werden in den nächsten Artikeln jeden Montag um 14:00 Uhr geklärt. Seid gespannt!
Quellen
Bilder
- Titelbild: Pexels / Markus Spiske
- Eisberge: Foto auf Pixnio
- Ahrtal: Martin Seifert (CnndrBrbr at German Wikipedia), CC0, via Wikimedia Commons
- Feuer: The National Guard, CC BY 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by/2.0, via Wikimedia Commons
- Flussbett: https://www.pexels.com/de-de/foto/luftaufnahme-eines-ausgetrockneten-flussbetts-in-melikler-turkei-30382067
- Schornsteine: Foto von Aleksandr Slavich: https://www.pexels.com/de-de/foto/rauch-industrieanlagen-luftverschmutzung-industriegebiet-10971566/
Websites
- https://www.protect-the-planet.de/earth-overshoot-day-2025-wir-leben-als-wuerden-wir-175-erden-besitzen
- https://www.tagesschau.de/wissen/klima/klimakonferenz
- https://www.zdf.de/play/magazine/politbarometer-344/251107-politbarometer-video-100
- https://diercke.de/content/ahrtal-flutkatastrophe-978-3-14-100900-2-57-4-1
- https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/los-angeles-usa-waldbrand-evakuierung-110.html
- https://www.tagesschau.de/wissen/klima/klimakonferenz/analyse-cop30-ergebnisse-100.html
Warum sollte ich meinen Alltag dermaßen Einschränken, wenn es Länder mit 10 mal so vielen Einwohner gibt die sich überhaupt nicht darum kümmern. Da müsste sich erstmal in der Politik was ändern, damit man auch selbst einen ansporn hat
Da hast du völlig Recht! Die großen Stellschrauben liegen bei der Politik. Aber zu denken, da könnte man nicht mitwirken, ist schlichtweg falsch! Das wichtigste ist deine Stimme für die Wahlen, aber man kann sich auch lokal engagieren, Gruppen beitreten oder Petitionen unterschreiben
Welcher Ayri schreibt denn bitte mit klarnamen???
Jeder der zu seiner Meinung steht und sich für diese nicht schämt