Am 23.6.26 zeigten die Schülerinnen und Schüler des LK Kunst und des W-Seminars „Experimentelles Gestalten“ im Rahmen einer großen Ausstellung, die das gesamte Schulhaus einbezieht, die Arbeiten der letzten zwei Jahre. Das Abitur ist vorbei, und doch kam der gesamte LK für zwei Tage in die Schule, um die eigenen Arbeiten zu sichten und die Ausstellung nach Themen geordnet auszustellen.
Zwei Schuljahre – eine abwechslungsreiche und schöne Zeit
Den Abend der Vernissage eröffnete Herr Dr. Brunner. Sophia Kuffer und Maximilian ließen die letzten zwei Leistungsfach-Jahre die Revue passieren, Berit Holzner sprach kurz über die abwechslungsreiche und schöne Zeit und Sven Wicht spielte Chopin, bevor die Ausstellung besichtigt werden konnte.



Preise auf Landes- und Bundesebene
Gezeigt wurden die Ergebnisse kürzerer Themen und Übungen, Studien, Skizzen, und die Projekte, pro Halbjahr anzufertigen waren. Zum Thema „Fake News“ arbeitete der LK mit Lexika (Objekt) aus dem Jahre 1956, alle mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Zwei der Arbeiten wurden mit je einem Landes- und einem Bundespreis des Europäischen Wettbewerbs ausgezeichnet.




Architektonisch plante der Kurs in Gruppen gemeinwohlorientiere kleine Kioske mit Repair-Cafes, offenen Bibliotheken, offenen kleinen Küchen, Treffs etc…



Der menschliche Körper – Makel oder Schönheit


Der menschliche Körper bestimmte das 3. Halbjahr. Die selbstgewählten Themen variierten: es ging um die Schönheit des Körpers, das Zufriedensein im eigenen Körper, um die Entdeckung des Körpers, Das eigene Lächeln im Kontrast zu dem der Mutter und der Großmutter, psychische Krankheiten, angebliche Makel, die beleuchtet besonders interessant und als schön empfunden wurden.





Sophia Demuß mit Kohlezeichnungen zum Thema Annäherungen an den menschlichen Körper
Im letzten Halbjahr spannte sich die gestalterische Bandbreite noch weiter auf: Das Thema hieß Verortung. Ein schmaler, schwarzer betretbarer Raum gibt vermeintlich den Blick auf die Weiten Islands frei, ein Spiegeltrichter facettiert den Betrachter, Filme zeigen die eigene Zerrissenheit, ein schleierartiger Vorhang mit Fotos der eigenen Geschichte umspielt die Betrachterin, Stoff wird vergraben und Vorgängen in der Natur ausgesetzt.





Ein Raum wird zum Kunstwerk
Das W-Seminar Experimentelles Gestalten forschte formal oder inhaltlich: Es wurde für 26 Tage eine visuelle Entsprechung gesucht, einmal abstrakt, einmal gegenständlich, eine Handtasche aus Blech mit Nagelstacheln kritisiert Rollen- und Geschlechterklischees (Landespreis des Europäischen Wettbewerbs), und ein ganzer Klassenraum lässt die Gedanken, Sehnsüchte, Erinnerungen von Schülerinnen und Schülern in einer multimedialen Installation sichtbar werden.



Sich überschneidende Filme an Wänden und Decken, Töne, Musik sowie die Betrachterin, die den Raum betritt und sich darin umsehend sich selbst auf der Leinwand wiederfindet, zeigen, was im Unterricht sonst keinen Platz hat.
Die Ausstellung war eine Woche zu besichtigen.

