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Schule

Die heimlichen Superheldinnen des Schulalltags

7. Juli 2026 4 Mins Read
69 Views
4 Comments

Wer glaubt, das Sekretariat sei nur ein Raum mit Telefon, Drucker und Pflasterkiste, hat vermutlich noch nie genauer hingesehen. In Wahrheit ist es so etwas wie das Kontrollzentrum unserer Schule: Dort wird gesucht, telefoniert, getröstet, organisiert, erinnert, vermittelt, geholfen — und manchmal auch mit erstaunlicher Ruhe auf sehr kreative Schülerfragen reagiert.

Superkräfte

Bei einem Interview mit unseren Sekretärinnen wurde schnell klar: Wenn das Sekretariat ein Superheldenhauptquartier wäre, wären nach Meinung unserer 4 Heldinnen die dringendsten Superkräfte Telepathie, Beamen, eine Glaskugel wie bei Harry Potter und am besten noch mehrere Hände gleichzeitig. Verständlich, denn irgendwo im Schulhaus ist fast immer irgendjemand verschwunden: ein Schüler, eine Lehrkraft, Herr Leuner oder gleich alle auf einmal.

Dieses Bild wurde von einer KI kreiert.

Die häufigsten Fragen

Auch die Klassiker des Schulalltags dürfen natürlich nicht fehlen. Besonders beliebt sind Sätze wie: „Ich habe da mal ’ne kurze Frage“, „Kann ich ein Pflaster haben?“ oder „Ich habe Kopfschmerzen. Kann ich mich abholen lassen?“ Streng genommen, so stellten die Sekretärinnen fest, seien das manchmal gar keine richtigen Fragen, sondern eher Ankündigungen. Die häufigste Frage stellen daher eigentlich sie selbst: „Wie heißt du und in welcher Klasse bist du?“ Offenbar ist diese Information für manche Schülerinnen und Schüler nicht ganz so selbstverständlich wie gedacht.

Die Wächter der verlorenen Schätze

Neben Pflastern und Auskünften verwaltet das Sekretariat auch eine kleine Sammlung verlorener Schätze. Besonders häufig landen dort iPad-Stifte, Schlüssel, In-Ear-Kopfhörer, Schmuck und andere Kleinteile. Die ungewöhnlichste Fundsache war eine Eintrittskarte für einen Abschlussball — besonders witzig, weil es ausgerechnet die Karte der Interviewerin war. Manchmal schreibt der Schulalltag eben seine eigenen Pointen.

Dieses Bild wurde von einer KI kreiert.

Mehr als nur ein Büro-Job

Doch hinter den lustigen Momenten steckt sehr viel Verantwortung. Viele Schülerinnen und Schüler ahnen wahrscheinlich gar nicht, wie viel Arbeit im Hintergrund läuft. Wenn jemand unentschuldigt fehlt, bedeutet das nicht nur einen Haken auf einer Liste, sondern oft mehrere Telefonate, Nachfragen und im Ernstfall große Sorge. Die Sekretärinnen beschreiben ihre Rolle deshalb selbst als eine Mischung aus Seelentrösterin, Arzthelferin, Mama, Oma und Mädchen für alles. Dazu kommen Schreibarbeit, E-Mails, Suchen, Organisieren — und gelegentlich sogar das Beseitigen unangenehmer „Unfälle“, wenn jemandem plötzlich schlecht wird.

Der Kontakt mit der Schulfamilie

Besonders schön ist, dass sie trotz all dieser Aufgaben den Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern als das Beste an ihrer Arbeit beschreiben. Die meisten seien „unheimlich nett“. Was sie allerdings gar nicht mögen: angelogen zu werden. Die klare Botschaft lautet: „Wir sind nicht blöd. Wir kriegen das schon mit.“ Das sollte man sich vielleicht merken, bevor man im Sekretariat eine allzu kreative Geschichte erfindet.

Auch an die Lehrkräfte gab es einen kleinen Wunsch: Bei Ausflügen und Sportveranstaltungen wären rechtzeitige Listen mit den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern sehr hilfreich. Und wenn für einen Tag eine neue Schulregel erfunden werden dürfte, wäre sie eigentlich ganz einfach: Man sollte sich im Schulhaus wieder mehr grüßen und einander in die Augen schauen. Das ist vielleicht keine spektakuläre Regel, aber eine ziemlich gute.

“Sekretariat” das Schulfach

Wenn das Sekretariat ein eigenes Schulfach wäre, hieße es wahrscheinlich Empathie, Kommunikation, Resilienz oder Überleben lernen. Und ehrlich gesagt: Dieses Fach könnten wir alle gebrauchen. Denn wer dort arbeitet, muss freundlich bleiben, auch wenn gleichzeitig das Telefon klingelt, jemand ein Pflaster braucht, eine Lehrkraft eine Liste sucht, ein Kind abgeholt werden muss und irgendwo ein iPad-Stift verschwunden ist.

Zum Schluss gab es noch eine besonders schöne Geschichte auf die Frage, was die lustigste Entschuldigung bei Krankheit oder Verspätung war: Eine Meldung begann einmal mit dem Satz: „Ich liege auf der Straße.“ Das sorgte verständlicherweise für kurze Schockstarre — bis klar wurde, dass nicht die Person selbst, sondern das Auto liegen geblieben war. Manchmal hängt eben alles an einer kleinen sprachlichen Ungenauigkeit.

Wir sagen herzlichen Glückwunsch

Ein besonderer Glückwunsch geht außerdem an Frau Schwebbach, die ihre Fortbildung zur Assistentin der Schulleitung abgeschlossen hat. Dafür musste sie sich durch Rechtsthemen, Personalrecht, Haushaltsrecht, Datenverarbeitung, Staatsrecht, Prüfungen und sogar eine mündliche Abschlussprüfung kämpfen. Drei Gesetzesbücher und zwei Formelsammlungen gleich zu Beginn klingen nicht gerade nach einem entspannten Wellnessprogramm. Umso größer ist der Respekt dafür, dass sie es geschafft hat – neben der Arbeit, für die man ohnehin schon Superheldenkräfte benötigt.

Am Ende zeigt das Interview vor allem eines: Das Sekretariat ist viel mehr als eine Anlaufstelle für Pflaster, Krankmeldungen und verlorene Gegenstände. Es ist ein Ort, an dem täglich unzählige kleine und große Probleme gelöst werden. Oft merkt man erst, wie wichtig diese Arbeit ist, wenn etwas nicht funktioniert.

Darum: Danke an unsere Sekretärinnen! Für Geduld, Humor, Organisationstalent, offene Ohren, starke Nerven — und dafür, dass sie auch dann noch freundlich bleiben, wenn zum zehnten Mal jemand hereinkommt und sagt: „Ich hab da mal ’ne kurze Frage.“

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4 Comments

  1. Freund des Sekreteriates sagt:
    7. Juli 2026 um 12:47 Uhr

    Hut ab, wirklich. Ich trotzdem immer super freundlich und herzlich!

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    Antworten
  2. Fan vom Sekretariat sagt:
    7. Juli 2026 um 20:31 Uhr

    Ich finde wirklich toll wie sympathisch sie immer sind

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    Antworten
  3. Reich-Ranicki sagt:
    7. Juli 2026 um 20:50 Uhr

    Unser magisches Quartett ❤️

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    Antworten
    1. Monsgaudiorum sagt:
      7. Juli 2026 um 21:46 Uhr

      Im Gegensatz zu Ihnen nimmt Maike einen Preis auch an, wenn man ihn ihr verleiht, Herr Reich-Ranicki! #DeutscherFernsehpreis, #OfficeQueen

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      Antworten

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