von Elisabeth K. und Cara S.
Von verkauften Seelen, Teufeln und Astronauten bis hin zu Mister X, Stadtführungen und Ginkobäumen, Weimar hatte auch dieses Mal allerlei zu bieten. Die Theaterbegeisterten der Oberstufe haben sich dort “Faust 1” von Goethe angesehen und nebenbei die Stadt unsicher gemacht. Lest hier was sie gemacht haben und wie sie es fanden.

Von Veits nach Weimar
Mit etwa 60 Schülern, Lehrern und Lehrwerkerinnen starten wir am Würzburger Hauptbahnhof. Der Zug ist zwar verspätet und überfüllt, aber wir haben trotzdem gute Laune! Zum Zeitvertreib gibt es ein kleines Spiel:
“Ihr Gesicht wenn” – Zug Edition
Ihr Gesicht, wenn Sie plötzlich von vier Schülern interviewt werden?

Ihr Gesicht, wenn Sie mit 60 Schülern nach Weimar fahren?

Ihr Gesicht, wenn der Zug überfüllt und verspätet ist?

Ihr Gesicht, wenn Sie im Zug korrigieren müssen?

Ihr Gesicht, weil das Wetter so schön ist (nicht)?

Ihr Gesicht, wenn Sie nachts noch Mister X spielen?

Ihr Gesicht, wenn Sie endlich Faust auf der großen Bühne sehen?

Ihr Gesicht, weil Sie morgen keinen Unterricht halten dürfen, weil Sie noch in Weimar sind?

Wir sind da
Angekommen in Weimar müssen wir im strömenden Regen zum Hummel-Hostel laufen. Allerdings nur die Hartgesottenen, der aus Zucker bestehende Großteil darf Bus fahren. Wir haben das Hostel ganz für uns alleine, Herr Rüthel hat alle Zimmer gebucht, einschließlich des Gartenpavillons, oder auch liebevoll “Hundehütte” genannt. Einige glückliche haben sogar einen Balkon mit schöner Aussicht!






Auf geht’s zum Theater
Nachdem sich alle noch schnell mit Pizza, Döner und sonstigen Leckereien die Münder gestopft haben geht es um 19:30 Uhr ins Theater. Das Theater ist voll besetzt und alle sind gespannt auf die Vorstellung. Bevor das Stück losgeht wird auf der Bühne Sport gemacht. Was das mit dem Stück zutun hatte? Keine Ahnung, aber es sah ziemlich cool aus.


Die Handlung
Der Faust ist Goethes Lebens Thema. Fast 60 Jahre hat er an dem Stoff gearbeitet.
Eine teuflische Wette
Heinrich Faust ist ein Wissenschaftler und ein Magier, einer der mehr weiß als alle anderen und doch verzweifelt ist, dass er nicht verstehen kann, was die Welt im Innersten zusammenhält. Als er einen Erdgeist beschwört, erträgt er dessen Anblick nicht, so dass er Selbstmord begehen will, um wenigstens dadurch neue Erfahrungen zu machen. Dieser Mann wird nun Gegenstand einer Wette zwischen Gott und dem Teufel Mephisto. Dieser wettet, dass die Menschen mit innerweltlichen Zerstreuungen zufriedenzustellen sind und ihre Intelligenz nur nutzen, um möglichst lustvoll zu leben. Gott hält dagegen, lässt Mephisto aber freie Hand.


Des Pudels Kern
Mephisto schleicht sich in Gestalt eines Pudels bei Faust ein und schließt einen Pakt mit ihm. Er wird Faust alle Vergnügungen und Erfahrungen der Welt ermöglichen, wenn Faust dann aber sagt, “Augenblick verweile doch, du bist so schön”, soll er dem Teufel gehören und Gott hätte die Wette verloren.
In einem ersten Anlauf führt Mephisto Faust in Auerbachs Keller in Leipzig, aber Faust ist nur gelangweilt vom Treiben der Studenten. Danach wird Faust von einer Hexe verjüngt und außerdem mit einem Liebestrank manipuliert, sodass er sich schlagartig in das erste weibliche Wesen verliebt, das ihm begegnet und das ist das junge Mädchen Gretchen.


Tiefe Schuld – doch alles, was dazu mich trieb, Gott! war so gut! ach, war so lieb!
Gretchen will er nun unbedingt besitzen, und beauftragt Mephisto alles in Bewegung zu setzen, um sie zu verführen. Durch allerlei teuflische Manöver gelingt das unter Einsatz von viel Schmuck, einem vermeintlich harmlosen Schlaftrunk und den Einsatz der liebestollen und geldgierigen Nachbarin. Als Gretchen am Ende nach langem Sträuben nachgibt, wird sie schwanger.


Ihre Mutter ist gestorben durch das Mittel, das Gretchen ihr gab, um sich ungestört mit ihrem Liebhaber zu vergnügen, und ihren Bruder hat Faust umgebracht. Als sie ihr Kind auf die Welt bringt, tötet sie es. Faust aber ist weg und vergnügt sich auf einem orgiastischen Festival der Hexen auf dem Blocksberg.

Heinrich, mir graut vor dir
Gretchen wird zum Tode verurteilt. Als Faust das mitbekommt, will er sie retten, aber sie weigert sich mit ihm aus dem Kerker zu fliehen. Heinrich, mir graut vor dir. Am Ende ist sie gerichtet! Gerettet! Faust und Mephisto fliehen und richten im nächsten Teil noch mehr Unglück an.
Mister X – Nachts durch Weimar
Nach einem anstrengenden Tag und drei Stunden intellektuell anspruchsvollem Theater gehen alle Kinder brav um 23:00 Uhr ins Bett. Denkste! Das wär ja langweilig, wir haben stattdessen Mister X gespielt. Für diejenigen, die noch nicht die Freude hatten: Bei diesem Spiel geht es darum, die “Mister-X-Gruppe”, zu fangen. Diese Gruppe muss der restlichen Meute alle 15 Minuten ihren Standort preisgeben und dann geht’s richtig los, alle rennen durch Weimars Straßen und halten Ausschau nach den Räubern. Dabei hatten wir einige lustige Begegnungen, am Ende haben wir sie alle bekommen. So wurde es 2 Uhr.







Zähe Verhandlungen und (k)ein Happy End

Der Bettenbau war ein großer Spaß im Hummel Hostel, vor allem weil verblüffenderweise mehr Jungs als erwartet dabei waren. Und die hatten dann gute Ideen, wie man die Lage platzmäßig optimal regeln kann, indem sie vier Betten übereinander stapelten.
Als Herr Rüthel die Ausbaupläne mitbekam, war er erst sehr erschrocken und unverständlicherweise nicht ganz so begeistert wie die Bettenbauer. Er murmelte etwas von “Wackelt wie Sau, “Geht gar nicht” und “Das ist der Grund, warum die Lebenserwartung bei Männern so viel niedriger ist.” Also durften die Jungs mal wieder nicht und sollten das Ding wieder auf eine überlebensfähige Höhe umbauen.
Damit waren sie nicht ganz einverstanden und haben sich dann mal richtig ins Zeug gelegt, aber seht selbst.
Es hat nichts genutzt. Aber trotzdem kann man mal wieder sehen, dass das argumentative Schreiben eben doch sehr nützlich fürs Leben ist.
Kultur, Geschichte, Gedichte

Vom warmen Sonnenschein werden wir am nächsten Morgen aus den Betten gekitzelt – nicht ganz, dafür eher Sprühregen und Schlafmangel. Das ist aber nichts was Kaffee und etwas gute Stimmung nicht schnell wieder beheben könnten. Voller Motivation macht sich also die erste Gruppe auf dem Weg zur Stadtführung um 9:00 Uhr.

In einer kurzen Phase nach dem Ersten Weltkrieg war Weimar die Hauptstadt der Demokratie. Schade, dass es nur so kurz gehalten hat.
Vor dem Deutschen Nationaltheater steht links Goethe und rechts Schiller. Goethe blickt auf die Natur und die Menschen, während Schiller in den Weiten des Himmels nach der Wahrheit sucht

Kaum ein Ort in Weimar spiegelt deutsche Kultur- und Zeitgeschichte so stark wider wie das Hotel Elephant – hier gingen Goethe und Schiller ein und aus, Jahrhunderte später wurde es neugebaut und zu Hitlers Stammhotel.



Der Ginkgobaum ist wohl das lebensfreudigste Geschöpf dieser Erde. Nicht sind seine Blätter seit Goethes Gedicht eine Liebeserklärung, er hat auch als einziges Lebewesen die Hiroshima-Atombombe überlebt. Aus dem verbrannten Stamm sprossen im nächsten Jahr neue Blätter.

Das Altarbild der Herderkirche ist eine Ikone der Weimarer Reformationszeit. Das von Lucas Cranach der Ältere geschaffene Kunstwerk verbildlicht die protestantische Rechtfertigungslehre







Schiller – Ein Krüppel und doch
Das Denkmal hinter Schillers Haus zeigt einen kaputten Körper ohne Kopf. Es bezieht sich darauf, dass Schiller viele Jahre schwer krank war und mit 45 Jahren elend starb. Das aber hinderte ihn nicht daran, trotz seiner ständigen Schmerzen wunderbare Werke zu hinterlassen. Nicht zuletzt die berühme Ode “An die Freude”
Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elisium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligtum.
Deine Zauber binden wieder,
Was die Mode streng geteilt,
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.
So kann nur schreiben, wer dieser Welt nicht ganz angehört. Denn zu was Besserm sind wir geboren. Das Leben ist der Güter höchstes nicht, der Übel größtes aber ist die Schuld.




Unsere Meinung – Tragödie oder Fest?
Nostalgisch in Weimar
Die ehemalige 11e
Es war richtig schön mal wieder in Weimar zu sein :), trotz des starken Regens haben wir die Zeit genossen. Die Nostalgie zu spüren und mal wieder durch die Straßen zu schlendern war auch richtig toll. Das Theaterstück „Faust“ war wie beim ersten Mal der Hammer, ich hatte die Handlung noch grob in Erinnerung, aber es war auch beim zweiten Mal sehr lustig und sehenswert. Die Stadtführung war auch sehr interessant und Mr X zu spielen hat mir natürlich auch wieder ganz viel Spaß gemacht. Es wird einfach nie langweilig und wir hatten richtig viel Spaß. Wir wären gerne länger geblieben und würden auch jederzeit wiederkommen! ☺️
Viel Neues über Goethe und Schiller
von Jule und Vera
Wir waren zum ersten Mal bei der Fahrt nach Weimar dabei und es war eine wirklich schöne Erfahrung. Besonders toll war die Zeit, die man mit seinen Freunden verbringen konnte. Das war sowohl in der Unterkunft als auch während der Aktivitäten, wirklich immer schön und entspannt. Das Theaterstück war ein bisschen ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig, wenn man mit anderen Erwartungen reingegangen ist, aber trotzdem sehr interessant. Insgesamt war der Ausflug wirklich toll und man hat viel Neues, vor allem über Goethe und Schiller gelernt. 🤭

Faust I in Weimar – auf die Faust!
von Yvonne und Paula Ort
Kurzfassung von Schüler- und Lehrerin: das beste Theaterstück, das wir je gesehen haben.
Ergänzendes Fazit von mir, als Lehrerin, die über Jahre hinweg den Faust als Pflichtlektüre machen musste und der das Werk und die Schüler leid getan haben: Das ist es, was Goethe wollte, so hätte er sich bestimmt die Umsetzung seines Werks auf der Bühne vorgestellt.
Und obwohl das Werk in Original-Fassung aufgeführt wurde, also in den alten Formulierungen und mit wirklich allen Szenen, war es nie langweilig und nie langwierig. Und die Aussage wurde sogar von denen weitgehend verstanden, die das Werk nicht gekannt haben und nichts davon wussten. Eine mehr als beachtliche Leistung!
Unabhängig von grandiosen Schauspielern (Mephisto, männlicher Teil…) war auch die Technik absolut beeindruckend und hat einen absolut mitgenommen. Aber sogar Brecht hätte seine Freude gehabt. Denn vor der für manche vielleicht verstörenden Walpurgisnacht-Szene gab es einen erläuternden Kommentar.
Aber das Beste war: Selbst wenn man vor dem Theaterstück keine Zeit mehr für ein Dessert hatte: Es gab eines auf der Bühne vor Beginn des Stücks. Dazu aber keinen weiteren Kommentar, nur der Rat für alle, die nächstes Jahr vielleicht noch einmal die Gelegenheit bekommen: Kommt nicht zu knapp!

Mephisto, Mr. X und Musenhof
von Anna Hartmann
Mit mittlerweile sechs Faust-Ausgaben im Regal – vom Urfaust bis Marlowe – ist meine Affinität zu Stück und Stoff wohl kaum zu leugnen. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, als es mit einer theaterbegeisterten, sympathischen Gruppe und – man höre und staune – pünktlichen Zügen der DB Richtung Weimar ging.
Die Inszenierung des Nationaltheaters rollte regelrecht über das Publikum hinweg. Selbstreferenzialität? Transmediale Bezüge? Offenlegen der Illusion? Comic Relief? Genau mein Ding! Klar, man kann kritisieren, dass sich die Bilder zu sehr überlagert haben und die faustische Wette in den Hintergrund trat. Muss man aber nicht. Man kann sich auch einfach mal über ein großes Schau-Spiel freuen: über ein grandioses Spiel der Darsteller, über ein intelligentes und unterhaltsames Spiel mit dem 220 Jahre alten Text, über das spannende Spiel mit Gleichzeitigkeit und Bezügen zur aktuellen Lebenswirklichkeit.
Eine dem Zitherspiel Anton Karas‘ würdige Verfolgungsjagd durchs nächtliche Weimar – Mr. X entgeht uns nur knapp – ohne Pause und in deduktiver Meisterleistung kesseln wir sie ein – mehrfach stehen wir kurz vor dem Sieg – „Zugriff!“ schallt es ein ums andere Mal durch die verlassene Fußgängerzone. So oder so ähnlich. Zumindest in meinem Kopf. Realistischere Äußerungen meinerseits: Hä? Wo sind die? Wo sind wir? Waren wir hier schon mal? Jetzt Rennen, oder was? Ach HIER waren wir letzte Nacht! Spaß hat es aber halt gemacht. So nämlich.
Fazit: Großartige Inszenierung, lustiges Katz-und-Maus-Spiel und eine wirklich schöne Abrundung durch Herrn Rüthels Führung mit lyrischer Untermalung, die selbst Passanten applaudieren ließ. Schön war’s!

Vier Highlights und der Schabernack
von Kristin Paulics
Ich war wirklich (ungelogen) schon tagelang ganz aufgeregt. Das lag nicht nur daran, dass ich seit einem Jahr Herrn Rüthels Schwärmereien vom letzten Jahr im Ohr habe, sondern auch daran, dass ich den Faust I erst einmal auf einer Bühne erleben durfte oder vielmehr musste. Es war eine grandios schlechte Vorstellung und ich war mir sicher: In Weimar würde es besser werden! Und das wurde es: Besser ist gar kein Ausdruck. Schon zu Beginn der Aufführung zeigte sich: Diese Darbietung hatte es in sich. Besonders das innovative, technisch aufwendige Bühnenbild beeindruckte, das klassische Szenen in ein modernes Licht rückte. Auch die Darstellerinnen und Darsteller überzeugten, allen voran die beiden Schauspieler, die den Mephistopheles mit viel Präsenz, Witz und morbidem Charme auf die Bühne brachten. Kein Wunder, dass am Ende die Weimarer Truppe mit Standing Ovations und donnerndem Applaus belohnt wurden.
Ganz beseelt verließen wir also alle das Nationaltheater Weimars und machten uns bereit für das nächste Highlight des Abends: Eine rasante Verfolgungsjagd durch die nächtlichen Straßen Weimars: Mister X at it’s best! Nach einer kurzen Nacht waren dann alle bereit für das dritte Highlight auf diesem Ausflug: eine Stadtführung mit Herrn Rüthel. Mit viel Humor, lebendigen Anekdoten und einer guten Portion „Klatsch und Tratsch“ aus dem 19. Jahrhundert ließ er die Geschichte lebendig werden.
Insgesamt war es eine rundum gelungene Exkursion. Nicht nur das Programm war toll, sondern auch die Schülerinnen und Schüler: Sie waren aufmerksam, engagiert und haben sich begeistert auf jeden Schabernack eingelassen – mein persönliches viertes Highlight. Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder!
Weimar – Tag und Nacht sehenswert
von Finja Präger
Mir hat die Fahrt nach Weimar sehr gefallen. Das Theaterstück war sehr beeindruckend, die Schauspieler haben wirklich gut gespielt und auch das Bühnenbild war wirklich schön gemacht. Ich hab zwar von der Handlung zwischendurch nicht alles verstanden, weil es etwas verwirrend war, dadurch dass die Sprache eher alt ist, die Inszenierung aber moderner, aber wenn man sich einfach drauf einlässt und die Zeit genießt hat man ein wirklich schönes Erlebnis, das ich jedem empfehlen würde. Auch die Stadt allgemein ist sehr sehenswert, wir konnten sie uns sowohl nachts, als auch am nächsten Tag anschauen und es war wirklich alles sehr schön und auf jeden Fall einen Besuch wert.
Zwischen Idylle und Ekstase
von Marie Ratte
Nachdem die ehemalige 11e noch monatelang nach ihrer Klassenfahrt von dem Theaterstück „Faust 1“, Mister X und Weimar schwärmte, freute ich mich umso mehr, als wir am Donnerstagnachmittag in die Stadt der Dichter und Denker aufbrachen. Gleich zu Beginn sorgte unser rustikal eingerichtetes Hostel für helle Begeisterung, da die Unterkunft für die Nacht perfekt spiegelte, wie sich viele den „vibe“ von Weimar vorstellten. Um hier diesen „vibe“ einmal in Worte zu fassen: wir reden von einer schnuckligen, ruhigen Stadt, der man ansieht, dass sie von einer über Jahrhunderten alten Geschichte geprägt ist. Nun ja Spoiler, die ersten zwei Adjektive verschwanden relativ schnell wieder, um genau zu sein zu dem Zeitpunkt, als wir mitten in einem ekstatischen Theaterstück saßen. „Faust 1“ hat es auf jeden Fall geschafft den ganzen Saal zum Brodeln zu bringen. Egal, ob die Leistung der Schauspielenden, das Bühnenbild oder die Inszenierung selbst, alles war fantastisch umgesetzt. In das Stück waren so viele Details eingebaut, dass ich ungelogen immer noch am Verarbeiten des Ganzen bin. (Viel Zeit zum Verdauen blieb tatsächlich aber auch nicht, weil wir kurz danach mit Mister X starteten.) Der nächste Morgen begann für mich dann mit einem langen Spaziergang im Park, der nicht nur Goethes Gartenhaus beherbergt, sondern auch viele andere idyllische Orte. Ein weiterer Höhepunkt war auf jeden Fall die Stadtführung mit Herr Rüthel, bei der wir noch tiefer in die Geschichte Weimars eintauchen durften. Generell kann man festhalten, dass die Stadt jetzt ein paar mehr Fans dazu gewonnen hat (mich natürlich mit eingeschlossen). Hier also meine schriftliche Bitte mich mit einzupacken, wenn man demnächst einen Ausflug nach Weimar plant.
Wacklige Zugfahrt, aber stabile Erfahrungen
von Julia Lorenscheit
Die Fahrt nach Weimar hat mir, abgesehen von der wackeligen Zugfahrt in einem ziemlich miefigen, vollen Regio, wirklich gut gefallen. Die Unterkunft hatte trotz ihrer Einfachheit definitiv ihren Charme. Das Theaterstück war nicht nur wegen der sehr neuen Interpretation, sondern auch wegen dem schnarchenden Herrn in der Reihe vor uns durchaus amüsant. Das Stück, besonders auch das aufwendige Bühnenbild waren sehr beeindruckend und der Besuch gesamt eine tolle Erfahrung. Die nächtliche Runde Mister X mit Herrn Rüthel in der völlig leeren Stadt war ebenfalls echt lustig, wenn man dann doch mal eine fremde Gruppe entdeckt hat und nach kurzer Schockstarre fluchtartig abhauen musste. Gesamt war die, wenn auch nicht allzu lange Weimarfahrt wirklich schön.
Anmeldung zum Newsletter
Wer sich hier einträgt, bekommt jeden Sonntag per E-Mail eine kompakte Übersicht mit allen Artikeln der vergangenen Woche.
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein …
Aus professionellen quellen wissen wir, dass der Bettenturm statisch völlig unbedenklich war, und ein Gefahrenpotential gegen null besaß. @Hr. Rüthel: Beim nächsten mal sollen sich die schüler diesbezüglich kreativ ausleben dürfen👍
Die armen Jungs, super kreativ gewesen!!