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Ausstellung „Tod und Sterben“ eröffnet – ein beeindruckender Abend in Würzburg

3. Juli 2026 3 Mins Read
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Am Donnerstagabend, den 25.06., wurde im Universitätsklinikum Würzburg eine außergewöhnliche Ausstellung eröffnet, die im Rahmen eines P-Seminars der 11. Jahrgangsstufe entstanden ist. Unter dem Titel „Tod und Sterben“ setzen sich die Schülerinnen mit einem Thema auseinander, das oft gemieden wird – und gerade deshalb besondere Aufmerksamkeit verdient.

Fünf Plakate, viele Perspektiven auf Tod und Sterben

Die Ausstellung umfasst fünf Plakate, die verschiedene Zugänge zum Thema eröffnen: das Bestattungswesen, die Palliativmedizin, religiöse Perspektiven auf Tod und Sterben, den individuellen Umgang mit Trauer sowie ein interaktives Plakat, das die Besucherinnen und Besucher ausdrücklich zur eigenen Auseinandersetzung einlädt. Die Ausstellung lebt dabei nicht nur von Information, sondern vor allem von der Aufforderung, selbst nachzudenken, Fragen zu stellen und Haltung zu entwickeln.

Palliativmedizin als Lebensbegleitung

Eröffnet wurde der Abend von Frau Prof. Dr. Roch aus der Palliativmedizin. In ihrer Ansprache würdigte sie das Engagement der Schülerinnen und hob hervor, dass es bemerkenswert sei, sich in diesem Alter einem derart existenziellen Thema zu widmen. Besonders eindrücklich war ihr Hinweis, dass Palliativmedizin nicht mit dem Sterben gleichzusetzen sei, sondern vielmehr Lebensbegleitung bedeute – mit dem Ziel, Menschen und ihre Angehörigen in einer schweren Zeit zu unterstützen und auch Momente von Würde, Nähe und Ruhe zu ermöglichen.

Begegnungen, die den Blick verändern

Im Anschluss berichteten die Schülerin Valerie Körber und Schüler Emil Heller von ihrem Arbeitsprozess. Sie schilderten Begegnungen mit Menschen aus unterschiedlichen Berufsfeldern –dem Bestatter Herr Papke, Mitarbeitenden der Palliativmedizin sowie Auszubildenden im Bestattungswesen. Diese Gespräche hätten den Blick auf ein Berufsfeld geöffnet, das zugleich belastend, aber auch von großer Menschlichkeit geprägt sei.

Frau Prof. Dr. Roch aus der Palliativmedizin mit dem Seminar

Auch Herr Leuner betonte die Bedeutung des P-Seminars als prägende Phase auf dem Weg in die gymnasiale Oberstufe. Gerade in dieser Zeit werde deutlich, dass selbstständiges Denken, Verantwortung und Zusammenarbeit zentrale Grundlagen schulischer und persönlicher Entwicklung seien. Die Ausstellung sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie diese Anforderungen konkret umgesetzt werden können. Zitat „Ihr zeigt in dieser Ausstellung, dass ihr bereit für die Oberstufe seid!“

Stolz auf ein starkes Seminar

Frau Weikert lobte ihr Seminar für ihr unermüdliches Engagement und die Eigeninitiative, von der das Projekt gelebt hat. „Ich bin unglaublich stolz auf euch, dass ihr eine solche Ausstellung auf die Beine gestellt habt und mir immer wieder gezeigt habt, auf welchem Reflexionsniveau ihr euch befindet. Oft über mein eigenes hinaus. Ich konnte viel von euch lernen.“

Begleitet wurde der Abend von großem Interesse der Besucherinnen und Besucher, die sich trotz extremer sommerlicher Hitze intensiv mit den Inhalten auseinandersetzten. Für einen stimmungsvollen Rahmen sorgte ein von Schülerinnen der 7. und 9. Klassen organisiertes Catering, das dem Abend eine angenehme und zugleich festliche Atmosphäre verlieh. Danke euch vielmals für eure Unterstützung!

So entstand insgesamt eine Ausstellungseröffnung, die nicht nur informiert, sondern auch berührt – und die zeigt, wie wertvoll es sein kann, sich gemeinsam einem schwierigen, aber zentralen Thema zu nähern.

Bis Mitte September könnt ihr euch selbst einen Eindruck verschaffen – es lohnt sich, also kommt vorbei 😊

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