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Eiskalt ins Neue Jahr gestartet – das Dreikönigsschwimmen in Würzburg – Ich war dabei!

20. Januar 2026 3 Mins Read
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1 Comment

von Paula W.

Letzter Ferientag. Während andere den Wecker ignorieren und sich nochmal im Bett umdrehen, stehe ich im Neoprenanzug am Main. Es ist kalt, es schneit leicht – und gleich gehe ich freiwillig ins unter ein Grad kalte Wasser.

Mehr Eis als gedacht

Vor zwei Wochen haben sich 88 Menschen in den eisigen Main gestürzt. Eine von denen war ich – ich bin 17 Jahre und schwimme seit der 3. Klasse und seit knapp 5 Jahren bei der Wasserwacht in Veitshöchheim, was mich dieses Jahr dazu gebracht hat, beim Dreikönigsschwimmen teilzunehmen.

Eigentlich war der Plan klar: 5 Kilometer im Main hatte ich mir vorgenommen. Als wir dann am Ufer standen, wurde mir schnell bewusst, dass das vielleicht ein bisschen optimistisch war.

Spoiler: Es war kalt. Sehr kalt. Aber auch eine unglaubliche Erfahrung.

Draußen hatte es ungefähr –6 Grad, es hat zwischendurch geschneit und im Main sind kleine Eisschollen vorbeigetrieben. Das Wasser selbst? Unter ein Grad. Perfekte Voraussetzungen also.

 

Video Milou Schneider

Wenn man seine Füße nicht mehr spürt

Der Einstieg ins Wasser war spannend. Ich dachte, ich würde direkt wieder rausrennen wollen, aber anfangs war es okay. Nach ein paar Minuten waren meine Füße so kalt, dass sie sich einfach verabschiedet haben. Nicht dramatisch, eher so, als hätte mein Körper beschlossen, sie heute nicht mehr zu brauchen. Am Körper war’s dank dem Neoprenanzug fast angenehm. Zum Glück wurde uns vorher der Tipp gegeben, auf dem Rücken zu schwimmen und die Hände aus dem Wasser draußen zu lassen. Klingt vielleicht faul, war aber bei der Kälte definitiv die bessere Idee.

Nach ungefähr 2,5 Kilometern war es unglaublich kalt, ich hab angefangen zu zittern und manche haben Krämpfe bekommen – also sind ein paar andere und auch ich rausgegangen. Das war keine spontane Panik-Entscheidung, sondern einfach realistisch. Es war extrem kalt, der Körper braucht viel Energie und irgendwann merkt man: Okay, das reicht jetzt.

Die DLRG passt auf uns auf

Die ganze Aktion wurde natürlich beaufsichtigt. Überall waren Boote von der DLRG, es wurde ständig geschaut, ob es allen gut geht, und niemand wurde schief angeschaut, wenn er früher raus ist. Gerade bei solchen Bedingungen ist das mega wichtig, auf seinen Körper zu hören und sich nicht ihn Gefahr zu bringen.

Foto DLRG Würzburg

Geschafft 🙂

Andere sind weitergeschwommen. Einige haben tatsächlich die vollen 5 Kilometer geschafft und waren fast zwei Stunden im Wasser. Davor habe ich wirklich Respekt – aber an dem Tag war es absolut okay, früher aufzuhören.

Als ich wieder draußen war, kam die Kälte erst langsam, aber dann sehr deutlich. Sobald wir am Schwimmbad in Gerbrunn waren, wo wir uns vorher umgezogen hatten, hab ich mich aus meinem Neoprenanzug gekämpft und bin unter die lauwarme Dusche gesprungen. Ja richtig lauwarm. Mein Körper war so kalt vom den eisigen Wassertemperaturen, dass sich lauwarmes Wasser super heiß angefühlt hat. Danach sind die, denen es noch nicht genug Wasser für heute war, eingeschlossen mir, noch ein bisschen im Schwimmbecken rumgedümpelt.

Fotos Claudia Kilian

Schlussendlich habe ich zwar nicht die geplanten 5 Kilometer geschafft – aber das Dreikönigsschwimmen war trotzdem ein tolles Erlebnis. Kalt, anstrengend, ein bisschen verrückt, aber genau deshalb auch besonders.

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One Comment

  1. Thomas Hinterlang sagt:
    20. Januar 2026 um 17:58 Uhr

    Toller Bericht Danke dafür diesen Bericht zu schreiben und dabei gewesen zu sein und Respekt für jeden, der mit geschwommen ist. Wir waren selber auch dabei bis zum nächsten Jahr. Gruß Thomas Hinterlang Tauchsportcenter Aquakadabra

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