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Der Mammutbau – Gespräche mit den Baumeistern von der Technischen Hochschule

23. Februar 2026 7 Mins Read
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Titelbild erstellt mit Chatgpt.

Das Mammut lebt nicht nur von seinen inneren Werten. Auch die Funktionalität und das schöne Design der Seite haben viel zum Erfolg beigetragen. Lest zum 2. Geburtstag des Mammuts, wie wir das geschafft haben. Spoiler … Wir hatten Hilfe. Hier kommt ein Interview mit Herrn Rott, einem Dozenten an der Technischen Hochschule Würzburg und der ehemaligen Studentin Lisa Frohwieser.

Podcast mit Herr Rott

Wir haben das Gespräch mit Herrn Rott aufgenommen. Hier könnt ihr es euch als Podcast anhören.

Im Folgenden haben wir es auch gekürzt und verschriftlicht.

Wie ist denn die Kooperation mit dem Mammut und der Schule eigentlich zustande gekommen?

Mein Sohn besuchte das Gymnasium Veitshöchheim, und ich hatte auch nach seinem Abschluss weiterhin engen Kontakt zur Schule. Dadurch entstand die Vorstellung, dass an der THWS Informatikprojekte in Zusammenarbeit mit externen Partnern realisiert werden können. Herr Rüthel, der meinen Sohn auch unterrichtet hatte, ist dann auf mich zu gekommen.

Die Schülerzeitung „Mammut“ erschien bis dahin ausschließlich in gedruckter Form und sollte in ein digitales Format überführt werden. Ich schrieb das Vorhaben als Projektarbeit aus und suchte über unsere Plattform Studierende ab dem sechsten Semester, die das Projekt gemeinsam mit dem Gymnasium umsetzen wollten. Voraussetzung war, dass es sich um leistungsstarke und verlässliche Studierende handelte, da externe Kooperationen auch das Ansehen der Hochschule berühren. Wie sich herausgestellt hat, habe ich dann Top Studenten bekommen. Und die haben das Ganze dann in vielen Treffen mit damaligen Schülerzeitungsschülerinnen und Schülern durchgeführt. Von der quasi konzeptionellen Ebene des Designs bis zur technischen Umsetzung in WordPress in enger Abstimmung.

Worin bestand die Arbeit der Studenten?

Die Arbeit der Studierenden umfasste die vollständige konzeptionelle und technische Umsetzung der digitalen Schülerzeitung. Zunächst entwickelten sie gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Designvorschläge. Dabei ging es um Farbauswahl, Logoentwicklung, Seitenaufbau und Menüstruktur.

Ebenso wurden funktionale Aspekte abgestimmt: Soll es eine Kommentarfunktion geben? Kann sie deaktiviert werden? Ist eine Registrierung erforderlich? Sind anonyme Beiträge möglich? Wie wird moderiert? Damit gestalteten die Studierenden sämtliche strukturellen und gestalterischen Grundlagen der Plattform.

Parallel dazu setzten sie die technische Infrastruktur um. Insgesamt begleiteten sie den gesamten Prozess – vom ersten Konzeptentwurf bis zum Go-live – in allen gestalterischen und technischen Phasen.

Die Technische Hochschule Würzburg Schweinfurt

Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) ist eine staatliche Hochschule mit rund 9 000 Studierenden an den beiden Standorten in Würzburg und Schweinfurt. Sie bietet ein breites Spektrum an praxisorientierten Studiengängen in Bereichen wie Technik, Wirtschaft, Informatik, Gestaltung und mehr – und arbeitet eng mit Unternehmen zusammen, damit Studierende echte Praxiserfahrungen sammeln können.
Für Schülerinnen und Schüler hat die THWS auch Angebote, um schon vor dem Studium Einblicke zu bekommen. An vielen Fakultäten können Schülergruppen ab etwa Klassenstufe 8 zu Besuch kommen. Dort gibt es Fachvorträge und Führungen durch Hörsäle, Labore und PC-Pools, bei denen man hautnah sieht, wie Studium und Technikalltag funktionieren. Auf Wunsch organisiert die Hochschule auch spezielle Workshops, etwa zur Programmierung mit Raspberry Pi oder dem Bau und Programmieren von Lego-Robotern.

Für Gymnasien unterstützt die THWS außerdem P- und W-Seminare mit Ideen und Materialien: Schülerinnen und Schüler erhalten Projektvorschläge, die Einblicke in Studiengänge und spätere Berufsfelder geben. Die Hochschule hilft bei der inhaltlichen Konzeption und Umsetzung der Seminararbeiten und bietet Informationsleistungen für die Phase der Studien- und Berufsorientierung.
Lehrer können über das Schulteam zusätzliche Veranstaltungen zu aktuellen IT-Themen buchen. So kann man herausfinden, ob ein Studium an der THWS zu den eigenen Interessen passt und wie der Studienalltag aussieht. Demnächst sind Infotage. Schaut doch mal rein, wenn euch das interessiert.

(mit Hilfe von Ki generiert)

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Wie kann man sich da so den Arbeitsaufwand vorstellen, Also wie lange dauert es, z.B. so eine Kommentarfunktion zu erstellen?

Der Arbeitsaufwand wird häufig überschätzt, zumindest was das reine Programmieren betrifft. Bei WordPress greift man in vielen Fällen auf bestehende Plugins zurück. WordPress bietet dafür eine komfortable Grundlage, sodass viele Funktionen mit vertretbarem Aufwand umgesetzt werden können. Individuelle Anpassungen sind dennoch erforderlich, um dem Anspruch des Auftraggebers gerecht zu werden.

Das gesamte Projekt erstreckte sich über ein Semester, also rund 17 Wochen, inklusive erster Abstimmungen, Konzeptphase, Umsetzung, Nachbesserungen und Schulungen. Insgesamt lag der Zeitraum bei etwa 20 Wochen.

Die Studierenden investierten dabei viel Herzblut. Neben der technischen Umsetzung entwickelten sie mehrere konkrete Designvorschläge, um den Schülerinnen und Schülern eine strukturierte Entscheidungsgrundlage zu geben. Ziel war es, die Schülerzeitung „Mammut“ gestalterisch und technisch in ein digitales Format zu überführen, das den Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler entspricht.

Das Team aus Schülern und Studenten an der THWS

Mich würde interessieren, ob es heutzutage vielleicht einfacher mit KI wäre, so ein Projekt durchzuführen?

Ob ein solches Projekt heute durch KI einfacher umzusetzen wäre, lässt sich differenziert beantworten. KI-Systeme können inzwischen einen Großteil der Arbeit unterstützen. Bei freier Entwicklung lassen sich viele Aufgaben – etwa Strukturvorschläge, Designentwürfe oder Codebausteine – deutlich schneller erstellen.

Im Frontend-Bereich funktioniert diese Unterstützung bereits gut. Dennoch ersetzt sie keine vollständige, eigenständige Konzeption. Individuelle Anforderungen, wie sie beim Gymnasium umgesetzt wurden, erfordern weiterhin gezielte Anpassungen und gestalterische Entscheidungen.

Baukastensysteme mit integrierter KI, wie sie beispielsweise von IONOS angeboten werden, ermöglichen eine schnelle Erstellung von Websites. Diese Systeme liefern solide Ergebnisse, stoßen jedoch bei individuellen Designwünschen, flexibler Platzierung von Elementen oder spezifischen Funktionsanpassungen an Grenzen. Ein geschultes Auge erkennt häufig, dass es sich um ein Baukastensystem handelt.

KI ist damit ein wirkungsvolles Unterstützungsinstrument, ersetzt jedoch bei individuell entwickelten Projekten nicht die konzeptionelle und technische Arbeit im Hintergrund.

Wenn Sie sich die Seite heute ansehen, worin sehen Sie die Stärken und Schwächen?

Die Website wirkt übersichtlich und intuitiv – das ist eine ihrer zentralen Stärken. Struktur, Navigation und Seitenaufbau sind klar gestaltet, sodass Nutzer schnell finden, was sie suchen.

Eine weitere Stärke liegt in der technischen Basis. Mit WordPress besteht eine solide Plattform mit großer Erweiterbarkeit durch Plugins. Dadurch lässt sich eine hohe Gestaltungsfreiheit erreichen, ohne jede Funktion neu programmieren zu müssen.

Insgesamt überzeugt die Seite vor allem durch klare Struktur, gute Benutzerführung und eine durchdachte technische Umsetzung. Zu den klaren Stärken zählt weiterhin die Offenheit der Kommentarfunktion, sofern Beiträge sachlich bleiben. Der Umgang mit Kritik wirkt souverän und professionell. Zudem lassen sich verschiedene Medienformate wie Videos problemlos einbinden, was die Seite lebendig hält.

Ein großer Vorteil ist das responsive Design. Die Website wurde plattformunabhängig entwickelt und funktioniert auf Smartphones ebenso wie auf Windows- oder Apple-Systemen. Gerade mit Blick auf die Zielgruppe ist das entscheidend, da die Inhalte überwiegend mobil genutzt werden.

Was mögliche Schwächen betrifft, handelt es sich weniger um grundlegende Mängel als um typische Entwicklungsprozesse. Design unterliegt Trends. Elemente wie Dark Mode, Burger-Menü oder das Karussell im Kopfbereich können mit der Zeit überholt wirken. Dann wäre ein Redesign sinnvoll, bei dem Layout, Plugins und gestalterische Details modernisiert werden. Insgesamt ist die Seite aktuell aber weiterhin zeitgemäß, technisch solide aufgebaut und bei Bedarf flexibel weiterentwickelbar.

Statement von Lisa Frohwieser

Insgesamt lief die Zusammenarbeit sehr gut und war gut organisiert. Durch die regelmäßigen Meetings, sowohl online als auch vor Ort, standen wir in engem Austausch und konnten Aufgaben klar abstimmen und gemeinsam voranbringen. Natürlich gab es auch stressigere Phasen, diese konnten wir jedoch gemeinsam sehr gut meistern. Die Kommunikation im Team war offen und konstruktiv, sodass wir auch bei Herausforderungen immer gute Lösungen gefunden haben. Insgesamt war die Zusammenarbeit sehr angenehm und hat mir persönlich viel Spaß gemacht.

Ich fand schon früh, dass man sich nach dem Kick-off gut vorstellen konnte, wo das Ganze hin soll. Was ich ehrlicherweise unterschätzt habe war wie viel Zeit manchmal in Details steckt, z. B. Plugin-Auswahl, Feintuning und die rechtlichen Rahmenbedingungen. Insgesamt hat das Endergebnis meine Erwartungen aber eher übertroffen.

Ich bin absolut zufrieden. Die Website ist genau so geworden, dass sie im Alltag für euch nutzbar ist: modern, gut strukturiert und so, dass Schüler sie ohne große Technik-Vorkenntnisse pflegen können. Und ganz ehrlich, dass das Mammut inzwischen Preise gewonnen hat und die Seite seit zwei Jahren aktiv weitergeführt wird, ist für mich der beste Beweis, dass das Projekt wirklich ein voller Erfolg war.

Inwieweit haben Sie mitverfolgt, wie sich die Seite entwickelt hat und dass wir ja im letzten Jahr sogar den ersten Preis bundesweit verliehen bekommen haben.

Den Erfolg mit dem ersten Platz habe ich vollständig mitverfolgt. Ich habe Herrn Rüthel und dem gesamten Team im vergangenen Jahr gratuliert. Die Verbindung zum Gymnasium besteht weiterhin, unabhängig vom Projekt. Im April bin ich erneut vor Ort – zweimal zum Thema Künstliche Intelligenz und einmal am Berufsinformationstag.

Obwohl mein Sohn die Schule vor drei Jahren verlassen hat, fühle ich mich ihr weiterhin verbunden. Rückblickend war die Schulwahl richtig. Er hat sich dort sehr wohlgefühlt und eine gute Ausbildung erhalten. Mein Engagement verstehe ich auch als eine Form der Wertschätzung.

Für mich ist zudem entscheidend, dass Projekte für Studierende einen realen Nutzen haben. Ich möchte keine Arbeiten betreuen, die nach der Benotung im Archiv verschwinden. Die Website wird bis heute genutzt, weiterentwickelt und wahrgenommen. Das motiviert stärker als eine rein interne Aufgabenstellung.

Ich möchte Ihnen echt ganz herzlich fürs Interview danken. Also es war sehr informativ und es ist toll, dass Sie sich die Zeit genommen haben dafür

Danke!

Wir danken Herrn Rott und dem Studententeam nicht nur für das Interview, sondern auch für den Bau unserer Mammutseite. Mal abgesehen vom Inhalt, haben wir wirklich die schönste Schülerzeitungs-Seite weit und breit.

Manchmal kommt es im Leben nicht alleine darauf an, was man selber kann, manchmal ist es auch wichtig, dass man sich Hilfe sucht!

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