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Ahoj! — Schüleraustausch mit Tschechien, der Besuch bei uns

9. März 2026 16 Mins Read
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von Cara S.

Nette Begegnungen, tolle Erlebnisse und Freundschaften fürs Leben. All das durften insgesamt 24 Teilnehmer aus Veitshöchheim und Hranice erleben. Schon in den Ferien hatten wir Kontakt mit unseren Austauschschülern aufgenommen, doch jetzt sind sie endlich zu uns gekommen! Gemeinsam mit Christian Keller und Kristin Paulics wurde ein spannendes Programm zusammengestellt, von Geschichte über Sport bis zu Essen war alles dabei. Lest hier, was wir erlebt haben!

Tag 1: Die Vorbereitungen und die Ankunft

Montagnachmittag trafen wir uns bereits um 15 Uhr, um alles vorzubereiten. Es wurden Flaggen im ganzen Schulhaus aufgehängt (die euch sicherlich begegnet sind), Luftballons in den Farben der tschechischen Flagge aufgepustet und reichlich Cola getrunken, um die Wartezeit zu überbrücken. Dann die Nachricht: Unsere Austauschschüler stehen im Stau und die Ankunft wird sich verzögern. Immer wieder schauten wir auf ihren Standort, den sie mit uns geteilt hatten, und sahen voller Vorfreude zu, wie sie immer näher kamen. Gegen 18:30 Uhr, nach langem Warten, kamen sie endlich an! Voller Freude, uns kennenzulernen, nahmen wir uns alle in die Arme und wurden dann in den Abend entlassen. Die einen gingen nach Hause und verbrachten einen entspannten Abend mit deutschen Snacks und Spielen, die anderen gingen in Würzburg typisch deutsch essen und sahen sich Würzburg bei Nacht an. Ein erfolgreicher Start in die Woche!

Der erste Tag in Deutschland — Kennenlernen, Englischunterricht und Weißwürste

Während sich andere durch Mathe, Deutsch und Englisch quälen mussten, trafen wir uns um 8 Uhr (weitgehend) pünktlich im Mehrzweckraum und starteten, nachdem Herr Dr. Brunner alle an unserer Schule begrüßt hatte, mit den verschiedensten Spielen. Um uns besser kennenzulernen und als Gruppe so richtig zusammenzuwachsen spielten wir “Alle die …”, “Wer bin ich” und Kahoot Quizze zu Themen wie “Harry Potter” oder “Songs raten“. Bei der anschließenden Schulhausführung waren die Kommentare zu unserer Schule ausschließlich positiv: modern, schön und hell. Für Begeisterung sorgten vor allem unsere Werkräume, die Musiksäle und unsere Sporthalle mit Schwimmbad.

Songs raten
Alle die…
Nur glückliche Gesichter!
Die beiden tschechischen Lehrerinnen mit unserem Direktor Dr. Bernhard Brunner und dem Organisator Herrn Keller

Unterrichtsbesuch im Fach Englisch

Was unsere Austauschschüler unbedingt machen wollten in Deutschland? Unterricht anschauen! Diesen Wunsch konnten wir ihnen natürlich nicht abschlagen. Und da sie natürlich auch etwas verstehen wollten und nicht alle Deutsch sprechen, entschieden wir uns für das Fach Englisch. Also ging es für uns eine Stunde ab zu Herrn Kerber und Frau Hartmann. Danach unterhielten wir uns über Unterschiede zwischen dem Unterricht in Deutschland und in Tschechien und unsere Schüler aus Hranice meinten, dass in Deutschland total viel über Politik geredet wird. Und als wir darüber nachgedacht haben, fiel uns das auch auf: Kolonialisierung, Rassismus und Trump. Die Tschechen meinten, dass in ihrem Englischunterricht mehr Grammatik und Vokabeln gelehrt werden. Politik wird dort eigentlich kaum im Unterricht (abgesehen von dem Fach Politik/Geschichte/Wirtschaft, welches dort ein gemeinsames Fach ist) behandelt und angesprochen und ist letztendlich ein echtes Tabuthema. Nach einer Stunde im Unterricht, in der wir beeindruckende Gehirnleistung zeigten, ging es zum Mittagessen. Fast alle hatten Döner bestellt, für ein paar gab es allerdings auch Pizza. Eine gute Stärkung vor unserer Sporteinheit!

Englischunterricht in der 11. Jahrgangsstufe
Döner und Pizza: 10/10

Volleyball, Basketball und Tischtennis

Da wir in unserem Team auch Sportskanone Frau Paulics haben, dachten wir: Wie wäre es denn, mit unseren Austauschschülern einfach ein bisschen Sport zu machen? Schnell fiel die Wahl auf Volleyball, weniger schnell bauten wir alles auf. Eine halbe Stunde und drei falsche Netze später war aber alles ready zum Spielen. Wir teilten uns fix in zwei Teams auf und schon ging’s los. Als wir einen guten Gleichstand hatten, war es auch schon 14 Uhr und die „Sport-Intensiv“-Gruppe von Frau Paulics trudelte nach und nach ein. Gemeinsam mit ihnen spielten wir Basketball in kleinen Teams gegeneinander. Trotz des Altersunterschiedes und der bei 5.-Klässlern doch etwas vorhandenen Sprachbarriere hatten wir alle total viel Spaß!

Der gemeinsame Kochabend

Welches Gericht ist typisch deutsch, nicht zu schwer und in ungefähr einer Stunde fertig? Genau diese Frage haben wir uns schon einige Wochen zuvor gestellt und am Ende fiel unsere Wahl auf Weißwürste mit Brezeln. Bei dem sonnigen Wetter liefen wir alle zusammen zum Edeka, besorgten dort alle Zutaten und holten die vorbestellten Brezeln und Würste ab. Spontan entschieden wir uns, außerdem noch einen Salat zu machen sowie Tomate-Burata mit einem geheimen Dressing von Frau Paulics. Das ist zwar nicht typisch deutsch, aber die italienische Küche ist den Deutschen ja doch irgendwo die liebste. Nachdem wir alles Gemüse geschnippelt, die Würste gekocht, den Tisch gedeckt und alles angerichtet hatten, konnte die hungrige Meute sich auf das Essen stürzen. Die Meinungen zu den Weißwürsten waren etwas verschieden, aber im Großen und Ganzen sehr positiv. Ein rundum gelungener Tag!

Noch mehr vom Dienstag könnt ihr hier auf dem Instaaccount vom Gymnasium in Hranice finden:

https://www.instagram.com/p/DVh_vpWCCzL/?igsh=cjdnZ25qNmgwem5n

Tag 3 in Deutschland: Residenz, wichtige Meetings und Lasertag

Rokokogarten und die Sommerresidenz

Wir starteten bei kaltem, aber sonnigen Wetter mit einem kleinen Spaziergang durch Veitshöchheim. Los ging’s mit einem Kaffee beim Bäcker und schon kurze Zeit später standen wir vor der Sommerresidenz im Veitshöchheimer Rokokogarten. Geschichtslehrer Herr Keller gab einige spannende Fakten zum Besten, dann spazierten wir einige Zeit durch den Garten und betrachteten das Schneckenhaus, den See und die Statuen.

Alle Deutschen und Tschechien vor der Veitshöchheimer Sommerresidenz

Besuch beim Bürgermeister Veitshöchheims Jürgen Götz

Etwas durchgefroren empfing uns der derzeitige Bürgermeister Jürgen Götz schließlich im Rathaus, wo unsere Tschechen herzlich willkommen geheißen wurden. Im Anschluss sahen wir uns zehn Minuten einen Film über Veitshöchheim an, in dem viele verschiedene Aspekte behandelt wurden. Neben Ortslage auch Kultur, Bildung und Geschichte. Böse Zungen behaupten allerdings, dass das ganze eher ein Liebesbrief oder ein Seniorenheim-Werbefilm als ein informativer Beitrag war. Im Anschluss ging es weiter nach Würzburg, wo wir am Bahnhof den DenkOrt Deportationen ansahen. Obwohl wir Würzburger des Öfteren dort vorbeilaufen, hatten wir uns bewusst das Denkmal für die Deportationen der Juden aus Mainfranken noch nicht angesehen. Auch für uns eine Erfahrung!

In Würzburg

Zwischen unserem Treffen mit dem Bürgermeister und mit dem Landrat lag genug Zeit, sodass wir alle gemeinsam zur Alten Mainbrücke tigerten, um dort Selfies zu machen und die schöne Aussicht zu genießen. Im Anschluss hatten wir dann etwas Freizeit, die die meisten zum Mittagessen und Souvenirs kaufen nutzten.

Würzburger Residenz

Nachdem wir uns alle gut gestärkt hatten und mehr oder weniger pünktlich zum Treffpunkt erschienen waren, ging es dann ab zur Residenz. Die muss man einfach gesehen haben, wenn man schonmal in Würzburg ist. Wir schlossen unsere Rucksäcke in einer Truhe (die schon Ähnlichkeiten mit einer Riesenschatzkiste hatte) ein und wurden zuerst umhergeführt und bekamen Spannendes über das Deckenfresko und die kunstvollen Stuck-Verzierungen erzählt. Sowohl Tschechen als auch Deutsche waren sehr beeindruckt von der Residenz und auch unser Gruppenführerin, die es geschafft hatte, die knapp einstündige Tour informativ, aber nicht langweilig zu gestalten. Zeit die Residenz und den Hofgarten auf eigene Faust zu erkunden, gab es selbstverständlich auch.

Empfang und Treffen mit Landrat Thomas Eberth

Der amtierende Landrat Thomas Eberth (CSU) empfing uns im Landratsamt. Dort angekommen bekamen wir neben verschiedenen Getränken auch Brezeln, welche wir mit Genuss futterten. Thomas Eberth hielt einen kurzen Vortrag, in dem er unter anderem die Funktion der Kommune und die Aufgaben des Landrats erklärte. Außerdem erläuterte er uns ein paar Dinge zu dem Programm „Erasmus+“, welches unseren ganzen Austausch finanziell unterstützt. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön! Wir durften unserem Landrat außerdem Fragen über seine Arbeit, den Landkreis und die Kommune stellen. Zum Abschluss bekamen wir alle einen Tote Bag mit kleinen Präsenten, unter denen sich eine Wasserflasche, ein Stift und ein Jojo (alles mit Landkreis-Würzburg-Aufdruck) wiederfanden.

Landrat Thomas Eberth mit den tschechischen und deutschen Schülern
Das Landkreis Würzburg Jojo

Weitere Bilder von unserem Besuch bei der Residenz, Jürgen Götz und Thomas Eberth findet ihr hier:

https://www.instagram.com/p/DVjL4QxiCHQ/?igsh=bjJlbGg1ZzMxamc=

Der Ausklang des Abends: Mainpromenade und Lasertag

Bevor es um 18 Uhr für uns alle zum Lasertag ging, hatten wir noch etwas Zeit für uns. Wir bewegten uns in kleinen Gruppen durch Würzburg. Und was ist typisch für Würzburg? Ja, auch Brückenschoppen, aber auch an der Mainpromenade in der Sonne zu sitzen und dort einfach abzuhängen und das Leben zu genießen. Genau das ließen wir uns nicht zweimal sagen: Wir holten uns ein paar Snacks, einige sogar das erste Eis des Jahres, und wir genossen die letzten Sonnenstrahlen, bevor wir dann zum Lasertag aufbrachen.

Anschließend konnten wir uns bei zwei Stunden Lasertag richtig auspowern. In vier Gruppen rannten wir durch die dunkle Halle und versuchten so viele Punkte wie möglich für unser jeweiliges Team zu holen. Den strahlenden Gesichtern zu urteilen, hat es allen viel Spaß gemacht.

Gemeinsam ließen wir den Abend alle dann noch beim Schachtelwirt ausklingen.

Tag 4: Ein Ausflug nach Nürnberg

Justizpalast & Nürnberger Prozesse

Heute durften wir etwas ausschlafen, denn unser Zug nach Nürnberg fuhr erst um 9:40 Uhr in Würzburg ab. Dort angekommen fuhren wir direkt vom Hauptbahnhof mit der U-Bahn weiter zum Justizpalast. Nachdem wir beim ersten Mal vorbeiliefen fanden wir es dann beim zweiten Mal. Wir betraten ehrfürchtig den Gerichtssaal 600 in welchem die Nürnberger Prozesse stattgefunden haben. Durch eine beeindruckende visuelle, digitale Vorstellung durch eine Art Film, der die Geschehnisse direkt in den Saal projezierte, lernten wir über die Geschichte des internationalen Gerichtes und der Nürnberger Prozesse. Anschließend besuchten wir selbstverständlich noch die Ausstellung, in der wir nochmal ausführlicher alles nachlesen konnten. Dort fand sich unter anderem ein Zeitstrahl der von Beginn der Prozesse bis zur Verurteilung alles auflistete was passiert war. In einer Ecke der Räume stand außerdem genau die Bank aus dem Gerichtssaal 600, auf der damals Kriegsverbrecher wie Hermann Göring gesessen waren. Eine interessante und prägende Erfahrung für uns alle.

Kulinarische Erkundung Nürnbergs

Was muss man unbedingt essen, wenn man in Nürnberg ist? Richtig, Nürnbergerli und Lebkuchen. Genau das taten wir dann in unserer Mittagspause mit unseren Austauschschülern, die sehr begeistert von den großen Elisenlebkuchen und den leckeren kleinen Würstchen waren. Einige holten sich außerdem die viralen Kekse, die gerade sehr gehyped sind (ihren Hype aber definitiv wert sind).

Einer der berühmten Elisenlebkuchen, noch kurz vor dem Verzehr

Stadtführung bei bestem Wetter

Bei bestem Wetter und fast 20 Grad führte uns Frau Claudia Winter durch die Altstadt Nürnbergs und erzählte uns spannende Dinge über die Zeit des Zeiten Weltkriegs und des Wiederaufbaus, aber auch über die Gebäude wie zum Beispiel die Sebaldus- oder Lorenzkirche. Schließlich kamen wir auch zum „Schönen Brunnen“ an dem ein Ring angebracht ist, der Glück bringen soll wenn man einmal daran dreht. Wir drehten alle einmal und stapften dann die Stufen zur Kaiserburg hinauf, von der wir einen wunderschönen Blick über Nürnberg hatten. Müde aber mit dem Kopf und Herz voller Erlebnisse und Eindrücke traten wir dann die Heimreise an und stiegen in unseren Zug nach Würzburg, der sogar ohne Verspätung pünktlich ankam.

Wir Schüler ließen den letzten gemeinsamen Abend dann alle zusammen in Würzburg an der Mainpromenade ausklingen.

Mehr von Nürnberg findet ihr wieder auf Instagram:

https://www.instagram.com/p/DVknKYViMYd/?igsh=MThqMDU2dmFqZ3ViYg==

Der letzte Tag — der Abschied für fünf Wochen

Am Freitag packten alle tschechischen Schüler schon wieder ihre Koffer. Die Woche verging wie im Flug und war voller schöner Erlebnisse und Momente. Gehen 8:30 luden wir das Gepäck in ihren Bus und verabschiedeten uns von ihnen. Doch schon in fünf Wochen werden wir sie wiedersehen, doch dann in Hranice in Tschechien. Darüber werden wir für euch mit einem Blog berichten, damit ihr sozusagen live dabei sein könnt. Nach dem Abschied räumten wir noch etwas die Schülerlounge auf und reflektierten noch ein bisschen, was wir alles erlebt hatten. Für alle, deutsche und tschechische Schüler und Lehrer, verging die Woche so schnell, doch wir hatten alle Spaß, obwohl wir alle doch recht erledigt waren nachdem wir am Mittwoch gute 20.000 Schritte gegangen waren.

Danke!

Danke vor allem an Herrn Keller, der den ganzen Austausch letztes Jahr als P-Seminar gestartet hat und dieses Jahr weitergeführt hat als jährlichen Austausch. Wir hatten alle total viel Spaß und sind Ihnen dankbar für die Zeit und Arbeit, die Sie in Planung und Organisation gesteckt haben. Auch Frau Paulics war daran nicht ganz unbeteiligt. Außerdem danke an das Erasmus+ Programm, ohne das es diesen Austausch und die daraus entstandenen Freundschaften vermutlich nie gegeben hätte.

Wir freuen uns auf April, wenn wir uns wiedersehen in Tschechien!

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