Mammut stellt vor – Die neuen Klassenzimmer
von Heidi Axmann und Elisabeth Knorr
Zwei große graue Blöcke mit ein paar Fenstern und einer Tür. Ist das die Zukunft unserer Klassenzimmer? Das Mammut hat sich dort für euch umgesehen, bevor dann am Montag die ersten Klassen aus der Q12 einziehen dürfen. Der erste Eindruck: Es riecht angenehm nach frischem Holz, die Luft ist warm und insgesamt vermittelt der Raum eine Atmosphäre von moderner Gemütlichkeit. Erstmal also deutlich positiver als das, was man von außen vermuten konnte.
Zu Anfang werden wir vom Schulleiter darauf hingewiesen, dass das Wort “Container” ein sehr negativer Begriff für einen so modernen, gemütlichen und kostspieligen Bau ist. Und natürlich hat er Recht, diese “Ausweichklassenzimmer” haben wenig zu tun mit den rostigen Transportern, die man auf der Zugstrecke entlangfahren sieht. Und trotzdem: Die grauen Kästen mit Metallgittertreppen machen nicht ganz den Eindruck eines vollwertigen Schulgebäudes…
Außen- und Innenleben in Herbststimmung


Die ersten Eindrücke. Die Stühle sind vom Mammut approved.

Interview mit dem Chef
Warum brauchen wir überhaupt Container oder Zusatzklassenzimmer?
Die Schule ist über die Jahre stetig gewachsen. Und wir haben insgesamt viel zu wenig normale Unterrichtsräume für große Klassen. Also mit “normal” meine ich “nicht Fachräume” wie Chemie und Bio – die fehlen uns einfach. Seit 2018 versuchen wir dafür zu sorgen, dass wir einen Anbau bekommen, richtige, stationäre Klassenzimmer. Das ist aber ein sehr langwieriges Verfahren und deshalb hat sich das Landratsamt entschieden als Zwischenlösung, diese zwei mobilen oder nicht finalen Klassenzimmer zu stellen.
Wenn das nur eine Übergangslösung ist, was passiert, wenn der richtige Anbau dann da ist?
Also das kann ich nicht pauschal beantworten, weil das Landratsamt der eigentliche Besitzer ist, aber sie werden meistens weiterverkauft oder anderswo verwendet. Für eine Entsorgung wären sie einfach zu teuer.
Können Sie ungefähr sagen, wie viel das Ganze gekostet hat?
Ich habe keine genauen Zahlen, weil das der Landkreis Würzburg verantwortet und bezahlt hat, aber ich gehe davon aus, dass es deutlich mehr als eine halbe Millionen gekostet hat.
Würden sie hier selbst gerne unterrichten?
Absolut, ich würde auch morgen hier schon unterrichten, wenn ich im Haus wäre.
Wann kommen dann die Schüler in diese neuen Räume?
Wir wollen das nächsten Montag mal erproben. Da werden einzelne Lehrer mit Klassen hereingehen und schauen, was ihnen noch auffällt und was wir vielleicht noch ändern müssen. Wenn es gut läuft, können wir dann Mitte der Woche die neuen Klassenzimmer in den regulären Betrieb übernehmen.
Die Vor- und Nachteile der neuen Klassenzimmer
In der Breite kann man gegenüber lässig am Fenster lehnen und entspannt miteinander quatschen. In der Länge des Zimmers stellt sich das als schwieriger dar. Manch einer wird verzweifeln, wenn er das Geschriebene oder nur den Lehrer vorn an der Tafel sehen will.








Während Heidi fleißig arbeitet, schaut Elisabeth lieber aus dem Fenster. Das geht bei dieser Aussicht natürlich prima.


Steckdosen an jeder Tischreihe und eine Klimaanlage: die Essentials der heutigen Zeit

Das Mammut war der erste Schüler im neuen Klassenzimmer! Wuhuu!

Und damit “Tschüss” und viel Spaß im Ausweichklassenzimmer oder liebevoll “Container”!
Cooler Artikel! Bin schon gespannt, wie es da in der “Verbannung” wird.
Sind wirklich neckische Klassenzimmer 🙂 hab in der ersten Stunde dort direkt ne 5 kassiert