Mammut - Schülerzeitung Gymnasium Veitshoechheim
  • Aktuelles
  • Schule
  • Kultur
  • Kreatives
  • Welt
  • Sport
Home/Kultur/FSK 60 für klassische Musik? Trotzdem Jugendorchester!
Kultur

FSK 60 für klassische Musik? Trotzdem Jugendorchester!

2. Oktober 2025 4 Mins Read
159 Views
3 Comments

von Elisabeth Knorr

Ein einziges Meer aus grauen weißen und kahlen Köpfen. Das stört die Sicht auf die Bühne in einem klassischen Konzert. Nun ja, der durchschnittliche Konzertbesucher ist über 50 Jahre alt (und irgendwann wird natürlich auch das Haare färben lästig.) Aber zurück zum Thema: Klassische Musik ist die beste Musik. Gerade für Jugendliche. Um euch das zu beweisen, stelle ich euch das Festivalorchester vor, in dem ich am Anfang dieses Schuljahres mitspielen durfte.  

Das Festivalorchester

Jedes Jahr beim Festival der Nationen in Bad Wörishofen, einem abgelegenem Kaff im Allgäu, kommen etwa 80 junge Musikerinnen und Musiker im Alter von 12 bis 20 zusammen um an drei Werken der klassischen Literatur zu arbeiten und sie anschließend in vier Konzerten aufzuführen. Schon ein Blick in den Probenplan lässt vermuten, dass wir nicht (nur) zum Vergnügen hier sind. Die Proben dauern jeweils zwei Stunden, drei mal jeden Tag. Während der Proben ist höchste Konzentration gefragt, zu spät kommen oder reden wird überhaupt nicht gutiert und das lässt uns der Dirigent, Christoph Adt, auch spüren. Ungefähr so, wie wenn dieser eine Mathelehrer meint, sein Unterricht sei der wichtigste der Welt und sich persönlich getroffen fühlt, wenn man nebenher Blümchen malt. Aber wenn die Proben gut laufen, die Celli den Rythmus endlich verstanden haben und die beiden Mädchen ganz hinten in der zweiten Geige aufgehört haben zu kichern, macht Herr Adt auch mal gerne einen Witz. Meistens sind die armen Bratschen, etwas zu groß geratene Geigen Opfer dieser Witze. „Nur eine Sache ist noch später als die DB, die Bratschen“

Screenshot
Screenshot

Das Stimmen

Eine Probe im Sinfonieorchester  ist immer gleich aufgebaut: Dazu nimmt zunächst die Konzertmeisterin (die aller erste Geige) das „A“ von der Oboe, dem angeblich reinstem Instrument ab. Daraufhin vergleichen alle Blasinstrumente ihr A mit dem der ersten Oboe um sicherzustellen, dass nachher beim Spielen des Stücks alle Noten rein klingen. Wenn alle Bläser ihre Instrumente gestimmt haben, gibt die Konzertmeisterin das A von der Oboe allen Streichern weiter, zunächst den Kontrabässen, dann den Celli, Bratschen und zuletzt den Geigen. Erst wenn diese Prozedur erledigt ist, kann das Üben beginnen. 

Ein paar Worte zu den Stücken

Wir als Festivalorchester spielen dieses Jahr drei Stücke, die Ouvertüre zur Hochzeit des Figaro (W. A. Mozart), das 1. Klavierkonzert von L.v.Beethoven und die 9. Sinfonie von Dvorak „Aus der neuen Welt“

Ouvertüre zur Hochzeit des Figaro

Eine Ouvertüre wird klassischerweise zu Beginn einer Oper gespielt, bevor die Sänger das erste Mal auf der Bühne erscheinen. Sie soll alle Stimmungen und Gegensätze der kommenden Oper einfangen und sie in einem drei bis vierminütigem „Vorwort“ widerspiegeln. Auf die gesamte Handlung von Mozarts Oper werde ich jetzt lieber nicht eingehen, ihr würdet wahrscheinlich sofort alle abschalten. Nur noch eins: im Film Willy Wonka und die Schokoladenfabrik in der Version von 1971 wird zum Öffnen der Schokoladenfabrik das Thema der Ouvertüre gespielt:

1. Klavierkonzert, L.v.Beethoven:

Das frühe Werk von Beethoven weist durch seine Melodie und Rhythmik noch deutliche Spuren der Wiener Klassik auf, die vor allem Mozart geprägt hat. Jedoch sind deutlich Züge von Beethovens widerspenstigem und gegensätzlichen Stil zu spüren. Beispielsweise sind  im dritten Satz die Betonungen nicht wie üblich auf dem 1. und 3. Schlag, (klingelt da bei euch etwas vom Musikunterricht aus der 5. Klasse?) sondern häufig durch Synkopen und Sforzati verschoben. Wenn ihr davon kein Wort verstanden habt, hört ihr euch am besten die Aufnahme an, da wird hoffentlich klar, was ich versucht habe zu erklären.

Dvoraks Sinfonie aus der neuen Welt:

Dvorak hat seine 9. Sinfonie während seines Amerikaaufenthalts im New Yorker Konservatorium 1892 komponiert. Der Auftrag lautete, den Amerikanern ihre Nationalmusik zu geben. Hierfür ließ er sich von African-American Spirituals und Folkloremelodien inspirieren. Besonders das Thema des 2. Satzes, das Largo, lässt diese herzerwärmenden Gesänge durchblicken und klingt wie ein einsamer Sonnenuntergang in der Prärie. 

Na, konnte ich euer Interesse ein wenig wecken? Dann schaut mal hier vorbei: Das Würzburger Jugendorchester, die Junge Philharmonie bietet großartige Konzerte direkt hier in Würzburg. Also schnappt euch einen Freund oder eine Freundin und geht zusammen ins Konzert!

http://junge-philharmonie-wuerzburg.de

https://www.junge-philharmonie-wuerzburg.de/

8 - 1

Thank You For Your Vote!

Sorry You have Already Voted!

Share Article

3 Comments

  1. Anna sagt:
    2. Oktober 2025 um 11:03 Uhr

    Wann wird das Mammut vorgestellt ?

    0
    0
    Antworten
    1. Hansjörg Rüthel Hansjörg Rüthel sagt:
      2. Oktober 2025 um 11:11 Uhr

      So bald wie möglich und bestimmt noch vor den Ferien

      2
      0
      Antworten
  2. Anton Bauer wir vermissen dich sagt:
    2. Oktober 2025 um 13:57 Uhr

    Gibt es ein Comeback von Anton Bauer ?

    0
    0
    Antworten

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Alle Kommentare werden vor Veröffentlichung geprüft. Sie erscheinen daher zeitverzögert.

Weitere beliebte Beiträge

Sport

Nations-League-Finale der DFB Frauen gegen Spanien – Das Hinspiel

29. November 2025
Kultur

Tanzkurs der 9. Klassen

28. November 2025
Kultur

Kickers Star bei uns an der Schule – zum Vorlesen

28. November 2025
Welt

Reaktionen auf die Weltklimakonferenz in Brasilien

27. November 2025
Mammut - Schülerzeitung Gymnasium Veitshoechheim

Kategorien

Aktuelles
Kreatives
Kultur
Schule
Sport
Welt

Wir

  • Über uns
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Aktuelles
  • Schule
  • Sport
  • Kultur
  • Kreatives
  • Welt