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Sauber. Bis zur nächsten Pause

16. Oktober 2026 5 Mins Read
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2 Comments

Von Jonah K. und Jannik S.

Einmal kurz in der Pause auf die Toilette gehen – für die meisten von uns gehört das ganz selbstverständlich zum Schulalltag. Doch was passiert eigentlich, wenn wir längst wieder im Unterricht oder zuhause sitzen? Dann beginnt für unsere Reinigungskräfte die Arbeit, die wir im Alltag oft kaum wahrnehmen. Sie sorgen dafür, dass unsere Schule sauber bleibt und wir die Toiletten benutzen können.

Allerdings wird ihnen diese Arbeit nicht immer leicht gemacht. Einige Jungs scheinen sich einen Spaß daraus zu machen, die Toiletten extra eklig zu hinterlassen. Doch wie erleben diejenigen die Situation, die hinterher alles wieder sauber machen müssen? Was geht ihnen durch den Kopf, wenn die Toiletten sofort nach dem Putzen wieder verschmutzt werden? Und was müsste sich ändern, damit sich die Situation verbessert?

Wir haben mit den Reinigungskräften Ludmila Jaklovlev, Silvia Heller und Valentyna Kornieieva gesprochen. Sie erzählen von ihrem Arbeitsalltag, ihren Erfahrungen mit den Jungstoiletten und davon, was sie sich von uns Schülerinnen und Schülern wünschen.

„Das ist doch euer zweites Zuhause!“

Wie lange arbeiten Sie denn schon hier?

Ludmila Jaklovlev: Ich arbeite seit dem ersten Tag an dieser Schule.

Und wie gefällt Ihnen die Schule?

Ludmila Jaklovlev: Seit knapp 30 Jahren hat sich hier vieles verändert. Damals habe ich mich sehr über diese Arbeit gefreut. Ich habe mit fünf deutschen Frauen zusammengearbeitet, aber nur drei von uns sind geblieben. Eine davon war ich. Damals war es nicht einfach, eine Arbeit zu finden. Ich war froh, diese Stelle zu bekommen, weil ich eine Familie habe. Wir sind ganz normale Menschen und müssen arbeiten. Wir sind nicht asozial oder so etwas. Ich habe eine Hochschule besucht. Aber manchmal frage ich mich wirklich, warum sich manche Kinder so verhalten.

Frau Heller, wie lange arbeiten Sie schon hier?

Silvia Heller: Ich bin jetzt seit drei Jahren hier. Mir macht der Beruf grundsätzlich Spaß, sonst würde ich ihn ja nicht machen.

Ludmila Jaklovlev: Unsere dritte Kollegin versteht Deutsch leider nicht so gut. Sie kommt aus der Ukraine, aber sie arbeitet gerne und macht sogar mehr, als sie eigentlich machen müsste. Ich bewundere ihren Fleiß wirklich.

Wenn die Arbeit nach einer halben Stunde umsonst ist

Haben Sie den Eindruck, dass sich der Zustand der Toiletten in letzter Zeit verändert hat?

Ludmila Jaklovlev: Seit Beginn dieses Schuljahres hat sich der Zustand der Jungstoiletten deutlich verschlechtert.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mehrheit der Schüler für die Verschmutzungen verantwortlich ist. Ich vermute eher, dass es sich um eine kleinere Gruppe handelt. Wie schätzen Sie das ein? Haben Sie selbst schon einmal mitbekommen, wer die Toiletten verschmutzt?

Ludmila Jaklovlev: Ich habe das persönlich nicht beobachtet. Wenn ich zur Arbeit komme, ist es manchmal einfach schon dreckig. Ich kann deshalb nicht sagen, wer dafür verantwortlich ist.

Silvia Heller: Es macht einen schon sauer, wenn man die ganze Zeit arbeitet und die eigene Arbeit nach einer halben Stunde wieder zunichtegemacht wird. Ich mache die Arbeit eigentlich gerne. Aber irgendwann denkt man sich schon, dass man vielleicht auch woanders eine Arbeit finden könnte.

Ludmila Jaklovlev: Auch wenn die Kinder denken, dass wir nichts zu tun haben, stimmt das nicht. Wir haben genug Arbeit. Normaler Schmutz entsteht immer, das ist ganz natürlich. Zum Beispiel jetzt im Herbst, wenn über die Schuhe Blätter ins Haus gelangen. Aber wenn Kinder etwas essen und es dann absichtlich auf den Boden werfen oder alles verschmutzen, obwohl genügend Mülleimer vorhanden sind, verstehe ich das nicht. Wir haben genug Möglichkeiten, den Müll richtig zu entsorgen.

Sollten die Schüler selbst zum Putzlappen greifen?

Silvia Heller: Vielleicht sollten die Jungen selbst einmal einen Putzlappen in die Hand nehmen und die Toiletten von oben bis unten putzen. Dann würden sie mal sehen, wie viel Arbeit das für uns ist.

Ludmila Jaklovlev: Man muss etwas machen. Ich weiß es auch nicht genau, wirklich. Ich habe von einer anderen Schule gehört, an der die Schüler einen Schlüssel im Sekretariat abholen müssen. Außerdem wird kontrolliert, ob alles in Ordnung ist. Ich habe auch von einer Situation gehört, bei der während der Pause zwei Personen vor den Toiletten als Aufsicht standen.

Das heißt, Sie finden, dass man stärker kontrollieren sollte?

Ludmila Jaklovlev: Ja, genau. Das muss kontrolliert werden.

Die Schule ist euer zweites Zuhause

Haben Sie sonst noch etwas, das Sie sich von den Schülern wünschen? Von allen Schülern?

Ludmila Jaklovlev: Die Schule ist für die Schüler da. Sie sollten auch auf sie aufpassen. Das verstehe ich nicht. Die Schule ist euer Zuhause, euer zweites Zuhause. Warum ist euch das alles egal? Das verstehe ich einfach nicht.

Silvia Heller: Das frage ich mich auch. Zu Hause muss man schließlich ebenfalls sauber machen. Warum funktioniert das in der Schule nicht genauso? Irgendwann haben die Schüler vielleicht ein eigenes Haus oder eine Wohnung und müssen sich selbst darum kümmern.

Irgendwann ist eine Grenze erreicht

Ludmila Jaklovlev: Einmal hat meine Kollegin mich gerufen und gesagt: „Komm mal her.“ Da war überall Toilettenpapier verteilt, und es hing an verschiedenen Stellen herunter. Herr Brunner hat sich das alles auch angesehen. In dem Moment habe ich mich richtig geschämt. Deshalb wurden die Toiletten dann teilweise geschlossen.

Im vergangenen Schuljahr waren die Toiletten ja auch längere Zeit geschlossen. War die Situation besser, nachdem sie wieder geöffnet wurden?

Silvia Heller: Viele regen sich auf, wenn die Toiletten geschlossen sind. Aber irgendwann haben wir auch mal die Schnauze voll. Es gibt irgendwo Grenzen, wo wir auch sagen: Nein, wir wollen einfach nicht mehr.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben und so offen über Ihre Erfahrungen gesprochen haben.

Die Gespräche zeigen, dass es bei diesem Thema um mehr geht als um schmutzige Toiletten. Es geht auch um Rücksichtnahme und Respekt vor der Arbeit anderer.

Ein Kommentar aus Schülersicht

Der anhaltende Vandalismus auf unseren Schultoiletten wird zu einem immer größeren Problem. Es kann einfach nicht sein, dass es immer wieder Leute gibt, die denken, es wäre lustig, durch ihr unnötiges und unerwünschtes Verhalten indirekt alle anderen zu bestrafen. Außerdem profitiert niemand davon: Es gibt unnötigen Ärger, unsere Toiletten werden gesperrt und, nicht zu vergessen, unsere Putzkräfte müssen den ganzen Schmutz beseitigen.

Wenn man sich dann einmal vor Augen führt, wie oft man als Reinigungskraft Körperflüssigkeiten wegwischen muss, sollte man als Verursacher sein eigenes Verhalten hinterfragen. Ich würde mir deshalb wünschen, dass jeder ein reiferes Verhalten zeigt und ein WC immer so hinterlässt, dass man sich dafür nicht schämen muss.

Außerdem sollte jedem bewusst sein, dass wir als Schüler zusammenhalten und gemeinsam dafür sorgen müssen, dass niemand mehr unsere Toiletten verschandelt.

Jannik S.

Die Schule ist unser gemeinsamer Alltag – und die Toiletten gehören dazu. Niemand möchte sie dreckig vorfinden, und niemand sollte sie unnötig verschmutzen. Also: Lasst die Toiletten so zurück, wie ihr sie selbst gerne vorfinden würdet. Denn Respekt zeigt sich oft gerade in den kleinen Dingen.

Was meint ihr zu dem Thema? Schreibt es uns in die Kommentare!

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2 Comments

  1. Günther Kießling / Hausmeister sagt:
    16. Oktober 2026 um 11:27 Uhr

    Hallo,
    ich kann die Aussagen der Reinigungskräfte nur bestätigen.
    Im Allgemeinen betrifft es aber nicht nur die Toiletten, sondern auch die Flure, Aula, Pausenhöfe und Klassenzimmer. Da wird Müll einfach weggeworfen oder liegen gelassen. Ich finde es gibt genügend Abfalleimer im Schulhaus. Schön wäre es wenn der Müll dann noch richtig sortiert wäre.
    Gruß

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    Antworten
  2. BIBER 🦫 sagt:
    16. Oktober 2026 um 14:41 Uhr

    Wir haben den Artikel in Religion gelesen und es stimmt dass die Toiletten echt dreckig sind obwohl ich kein Junge bin Herr Brunner hat es ja auch schon oft gesagt dass die Toiletten echt dreckig sind und dass man das wirklich in Griff bekommen sollte.

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    Antworten

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