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Projekt Leitbildstühle: Viele haben mitgearbeitet – Ein Interview mit Berit Holzner

24. April 2026 6 Mins Read
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Nachdem die Leitbild-Stühle am Montag präsentiert wurden und am Dienstag Leitbildtag war, haben wir einige Fragen an Berit Holzner zu den Stühlen und ihrer Bedeutung für das Leitbild.

Was bedeutet denn der Leitbildtag für Sie und was ist für Sie der Gedanke dahinter?

Der Gedanke hinter dem Leitbild ist für mich, dass es tatsächlich eine Zielsetzung ist, die man sich gemeinsam gibt, die nicht sofort erreicht ist, wie es auch der Herr Brunner schon gesagt hat, aber an der wir gemeinsam arbeiten. Und da ist der Leitbildtag eine Möglichkeit.

Der Wabenentwurf von der Grafikerin Frau Keller

Und wie ist dann zu den Stühlen gekommen, also wie ist dieses Projekt überhaupt ins Leben gerufen worden?

Also zunächst kam die Idee des Leitbilds, und dann hat man sich gefragt, wie visualisiert man das? Es gab bald ein Plakat, das die Leitideen in Waben darstellt. Entworfen hat das die Grafikerin Frau Keller. Aber besser wäre, es wäre von Schülerinnen und Schülern gestaltet, und so kam vor etwa 3 Jahren im AK ISE die Idee auf, dass ich das im Kunstunterricht übernehmen könnte.

Es ging jetzt erstmal so ein bisschen in eine sehr kritische Richtung, also die Plakate, die da entstanden sind, waren nicht so, ja, wir propagieren das Leitbild, sondern: Was ist denn jetzt eigentlich an unserer Schule so, dass es eben nicht erfüllt ist. So war das natürlich nicht geplant, aber ich habe gemerkt, dass es ein großes Bedürfnis gab, sich auch kritisch äußern zu können.

Es waren sehr interessante Sachen dabei und es hat gezeigt, dass das Leitbild nichts Statisches oder von oben Vorgegebenes ist. Und dann habe ich das Ganze nochmals am Jahresende mit einer 10. Klasse gemacht, die jetzt inzwischen in der 13. sind. Die hatten dann andere Ideen zum Plakat. Eine der Ideen zeigte ersten Mal die Stühle auf.

Als die Schulleitung und der AK ISE, der von Frau Hummel geleitet wird, und Frau Wallrapp, die die ganze Leitbildsache koordiniert, die Plakatgestaltung mit den Stühlen sahen, kam der Vorschlag:  Mensch, man könnte ja nicht ein Plakat, sondern wirklich eine Installation machen. Im nächsten Jahr ging es also weiter. Die Schule hat die Stühle bestellt und die damalige 11. Klasse hat überlegt, wie man die Stühle gestalten kann.

Ein ganz tolles Ergebnis kam von Romina, Kim und Mia. Und dann hat es noch einmal gedauert, bis das Ganze umgesetzt wurde. Das war sehr umständlich und auch mit Rückschlägen verbunden, eine Firma hat zum Beispiel einen Stuhl beim Fräsen zerschreddert.

Danach habe ich in ganz Deutschland herumtelefoniert, ob jemand Schablonen plotten kann und nur Absagen bekommen, weil die Linien zu fein sind. Unsere Lösung war am Ende, dass die jetzigen Neuntklässler das dann halt alles per Hand ausgeschnitten haben und wir Sprayerschablonen draus gemacht haben. Die Schablonen wurden auf die Stühle aufgeklebt, was auch kompliziert war, weil es ja eine Rundung gibt, und dann musste das gesprayt werden, ohne dass es Flecken oder Kleckse gibt. Insgesamt waren es pro Stuhl rund fünf bis sechs Stunden Arbeitsaufwand.

Gab es einen spezifischen Grund, warum es Stühle wurden, oder war es einfach zufällig, dass da irgendwie Stühle da waren und dann ist die Erkenntnis gekommen, dass es vielleicht ganz interessant wäre, wenn es Stühle sind?

Die  jetzigen 13er hatten schon verschiedene Ideen, und da war eine Idee, dass man diese kleine Sitzgruppe an der Säule nimmt und auf die Stühle eben das Leitbild irgendwie aufmalt. Die Idee hat uns dann extrem gut gefallen, weil die Säule ist ja sozusagen der Mittelpunkt der Schule. Man sitzt an einem Tisch zusammen auf Stühlen und kommt ins Gespräch. Und von daher hatten wir dann eben diese Idee mit den Stühlen so aufgegriffen, dass man auf Stühlen auch sitzt und diskutiert.

Gab es da bestimmte Personen, die schwerpunktmäßig mitgeholfen haben, also die sehr, sehr viel gemacht haben?

Es gab, wie gesagt, einmal diesen ganzen Grundkurs, der schon längst Abi hat, dann eine 10. Klasse. Viele haben Ideen mitentwickelt, einige waren aber mehr eingebunden. Eben z. B.  Romina, die nicht mehr an der Schule ist, zusammen mit Mia und Kim, die gerade Abi machen. Und diejenigen, die die Schablonen mit dem Cutter ausgeschnitten haben.

Wo kommen die Stühle dann eigentlich hin? Bleiben sie in der Aula oder kommen sie dann wieder ins Atelier?

Also zunächst mal zu der Installation. Die ist so gedacht von uns, dass sie jetzt zwei Wochen in der Aula stehen bleibt. Die Installation ist so angeordnet, dass die Mitte eine Wabe ergibt. Die erinnert an die Waben des Plakats, das wir nun doch behalten haben, weil die Arbeit von Schülern nun diese partizipative Installation ist. Das heißt, alle können teilhaben an der Installation. Man kann sich da flexibel hinsetzen und wir haben da jetzt noch Bücher dazu gelegt, sodass man kommentieren kann, z. B. Was trage ich vielleicht selbst zu unserem Leitbild bei? Wo gibt es Probleme? Was fehlt noch? Was müsste man verändern? Danach ist es dann die Aufgabe vom AKISe und der Schulleitung und uns allen zu schauen, wie wir das jetzt in dem Jahr sozusagen als Auftrag verstehen und versuchen können umzusetzen. Und dann soll das im Jahr darauf wieder passieren. Dann kann man wieder schauen, ob etwas verändert wurde? Die Schüler, Schülerinnen kommentieren, so wie jetzt erneut, was sie da besser haben wollen und so weiter. Dazwischen soll diese Tischgruppe an dieser bunte Säule einfach genutzt werden als Sitzplatz und Ort der Kommunikation.

Haben Sie irgendwie einen Plan, dass vielleicht noch mehr Stühle dazukommen, dass noch neue Konzepte, die vielleicht auch interessant sind?

Man hat überlegt, ob wir das Ganze erweitern, aber jeder einzelne Stuhl ist so derartig viel Arbeit, dass ich glaube, wir sind jetzt dabei zu sagen, es sind diese Stühle.

Als letzte Frage wäre jetzt noch: Gibt es noch irgendwelche Ideen für die Zukunft, ob dann nochmal ähnliche Projekte gestartet werden?

Es ging in diesem Projekt ja um die Visualisierung unseres Leitbildes. Daher steht da jetzt erst einmal kein weiteres Projekt an. Wir haben jetzt eine Visualisierung des Leidbilds, und jedes Jahr wird ein anderer Schwerpunkt angeschaut. Da braucht man ja nicht jedes Jahr auch ein neues Kunstwerk, sondern das steht jetzt für das Leitbild. Was ich aber interessant finde, wenn wir uns als Schule am Leitbild orientieren. Wenn wir zum Beispiel auch auf die Vielfalt in der Schule eingehen, das Potenzial von so unterschiedlichen Schülern, wie wir halt so sind, was weiß ich, mehr Rücksicht auf ADHS nehmen, aber auch das Potenzial von Leuten mit ADHS integrieren und den ganzen Menschen sehen, das ist alles noch lange nicht erfüllt. Da gibt es glaube ich noch viel Möglichkeiten.

Vielen Dank für die Zeit und das Interview

Die Mitarbeit aus Sicht einer Schülerin

Also ich musste nur die Vorlage mit einem Katermesser ausschneiden. Damit habe ich im Kunstunterricht in der 8 Klasse bei Frau Holzner angefangen und zu Hause habe ich es dann fertig gemacht. Es war schon ein wenig aufwändig, da man sehr genau arbeiten musste. Ich habe für den Menschen, also die allgemein Form, ungefähr 20 Minuten gebraucht. Und für die Buchstaben länger, da diese schwieriger auszuscheiden waren, weil diese so klein waren. Ich weiß leider nicht, wie viele Schüler noch beteiligt waren, aber mir fällt noch Milou Schneider (9d, damals mit mir in der 8d) ein, die war auch sehr fleißig.

Marlene Selbach

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One Comment

  1. Fan der Stühle sagt:
    24. April 2026 um 10:34 Uhr

    coole idee

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